Akai MPC Fly: Der „On the Fly“ Beatbaukasten

 
Akai MPC Fly: Der „On the Fly“ Beatbaukasten

Kurzzeitig war die Akai Herstellerseite nicht erreichbar und ich befürchtete, dass das die Folge von der trommelwirbelartig erzeugten Marketingkampagne für die neue MPC-Reihe gewesen ist. Schließlich wurde in den letzten Tagen nach und nach ein Geheimnis nach dem anderen um die neuen „hybriden“ MPCs gelüftet und haben dadurch die Erwartungen – und natürlich auch die Aufrufe der Akai Homepage- in die Höhe geschraubt. Beim MPC Fly, dem letzten Vertreter der neuen MPC-Generation, sind wir zunächst von einer App ausgegangen, die, ähnlich wie die iMaschine von Native Instruments, ein digitalisiertes Abbild vom Original entspricht. Ein Ideensammler wenn man so will, um unterwegs in Bus und Bahn mit seinem iPad 2 „on the Fly“ Trackskizzen festhalten zu können. So weit, so gut. Als uns jedoch die ersten Produktfotos von der MPC Fly erreichten, hat uns Akai dann doch zugegebenermaßen überrascht: Es handelt sich bei der Fly-Variante zwar tatsächlich um eine App, die speziell für das iPad 2 entwickelt wurde, jedoch gehört zum Konzept ebenso ein maßgeschneiderter Controller fürs iPad 2.

Die Idee folgt einem ähnlichen Konzept wie bei der SynthStation 49 - Akais Lösung für eine nahtlose Integration von einem iPad mittels Midikeyboard in eine Studiolandschaft. Nun folgt eine mobile Variante im MPC-Style, wobei „Controller“ den Sachverhalt noch nicht ganz auf den Punkt bringt, denn vielmehr entspricht die Hardware auf der einen Seite einer Art Dockinstation für das iPad 2, während der Controller mit einem Klappmechanismus an dem Gehäuse befestigt ist. So lässt sich die MPC Fly für den Transport wie ein Laptop zusammenklappen. Die Dockingstation ist mit einem eigenen Akku ausgestattet und versorgt den Controller mit Strom, um die Beleuchtung der Pads beim Anspielen zu gewährleisten. Die App entspricht in Punkto Aussehen und Bedienbarkeit einer MPC 2000 und liefert alle notwendigen Werkzeuge, die zum Beatbasteln notwendig sind. So lassen sich mit dem internen Sequencer die angespielten Pads aufzeichnen und auch Overdub-Aufnahmen erzeugen, um diese nachträglich mit der Time Correct-Funktion zu quantisieren. Ebenfalls editierbar ist die Lautstärke, das Anspielverhalten, die Länge und der Pitch der einzelnen Samples. Wieder im heimischen Studio von der kreativen Busfahrt angekommen, lässt sich das Projekt auf euren PC oder Mac exportieren und dann im Mastering mit den nötigen Feinschliff zu versehen. Als Sample-Material kann im übrigen neben der mitgelieferten Samplelibary auch das eingebaute Mikrofon oder der Line-In vom iPad 2 genutzt werden. Im Frühjahr wird die wohl mobilste MPC-Lösung erhältlich sein; der Preis für die MPC Fly liegt bei 199 Euro.

Akai MPC Fly

  • MPC fürs iPad 2
  • Ppeziell angepasstes iPad Case
  • 16 hintergrundbeleuchtete MPC Pads
Artikelinformationen

Kategorie:

Tags: akai, akai mpc, ios, namm 2012, mpc fly

Kommentare: 1

Kommentare


House Blog schrieb am 08.02.2012, 11:05

Wirklich krass, was Akai im Moment für eine Output hat. Die MPC Serie soll sich nun auch endlich im elektronischen Bereich etablieren. Bin gespannt, was es da noch für Aktionen geben wird.


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