Anfang der letzten Woche durch erste Video Close Ups via YouTube angekündigt, stellte Allen & Heath am 01. Oktober 2011 auf der BPM Show, Birmingham den neuen 4-Kanal-Effektmixer Xone DB2 vor. Wie ich bereits gemutmaßt hatte, verfügt das Pult über 4 Kanäle und 2 Effekteinheiten, somit steht die “2” in der Produktbezeichnung also nicht für die Kanäle sondern für die Effekteinheiten. Der Funktionsumfang entspricht zu großen Teilen dem Allen & Heath Xone DB2, abgespeckt auf 2 Effekteinheiten und ohne eigenen Looper pro Kanal.
Mit insgesamt 5 Effekten kann jede Effekeinheit des Xone DB2 aufwarten: Delay (DLY), Reverb (VRB), Resonance (RES), Modulation (MOD) und Damage (DNG). Darüber hinaus steht pro Effekteinheit ein kombinierter Höhen-/Tiefen-Filter zur Verfügung. Allen & Heath bewirbt die Effekteinheit als eine der zur Zeit besten am Markt, was sie damit begründen, dass die Effekeinheit auf dem “iLive pro touring system” beruht. 5 Effekte + 1 kombinierter Filter klingen erst einmal nicht sonderlich viel, vor allem, wenn man bedenkt, dass ein Pioneer DJM-900 nexus sage und schreibe 19 Effekte an Bord hat. Jedoch sollte dem Allen & Heath Xone DB2 zugute gehalten werden, dass die Effekte über das eingebaute OLED-Display editiert werden können und ab Werk über 50 Effektvoreinstellungen zur Verfügung stehen, was das klangliche Spektrum deutlich erweitert. Auf der offiziellen Allen & Heath Seite werden Loops als Teil der (Delay-)Effekteinheit erwähnt, womit ich davon ausgehe, dass diese auch entsprechend über das Menü eingestellt und aufgerufen werden können.
Nicht nur die Effekteinheit, auch im sonstigen Funktionsumfang ist der Xone DB2 seinem großen Bruder DB4 ähnlich, wenn nicht gar gleich:
Der Dreiband-EQ, der mittlerweile auf den Namen “Xone Trimodal EQ” hört, wurde wie auch beim Xone DB4 um den Mittenpoti versetzt angeordnet. Nicht wie beim Xone DB4 über Kippschalter, sondern über das OLED-Dispay des Mischpults, lässt sich zwischen asymmetrischem standard EQ (+6/-25dB), total kill (+6dB/OFF with a 24dB/octave slope) und High-Pass/Low-Pass Flter mit einstellbarer Resonanz wählen.
Über die Input-Matrix lässt sich jedem Kanal jede der auf der Rückseite verfügbaren Eingänge zuordnen. Limitiert wird man nur durch die etwas spärliche Anzahl an Eingängen. Das sind insgesamt nämlich nur sechs. Vier in Cinch-Ausführung (mit 2 zuschaltbarem Phono-Verstärkern) und 2 Digitaleingänge. Für einen einzigen DJ Prinzip mag das ausreichen, sollte der DB2 jedoch im Club stehen und die analogen Cincheingänge sind bereits mit 2 Plattenspielern und 2 CD-Playern belegt, wird es mit der Übergabe an einen Digital DJ mit 8-Kanal-Soundkarte problematisch. In diesem Falle hilft dann nur eine Switch Box.
Ausgangsseitig verfügt der Xone DB2 über einen Main Out in XLR, einen Booth Out in 6,3 mm Klinke (symmetrisch) sowie einem Record Out in Cinch und Digital-Buchse.
Die Möglichkeit zur Einbindung von externen Effektgeräten über Send/Return gibt es wie auch beim Xone DB4 leider nicht.
Alle Kontrollelemente auf dem Xone DB2 senden mit Ausnahme von Mikrofon- und Kopfhörervolumepoti MIDI-Signale an eine DJ-Software. Eine Soundkarte mit 4 Stereo-Eingängen und 4 Stereo-Ausgängen wurde ebensp integriert. Verbunden wird der Xone DB2 via USB, MIDI-Buchsen gibt übrigens es keine. Über XLINK, einer Art Netzwerkbuchse, kann der ebenfalls auf der BPM Show 2011 neu vorstellte Allen & Heath Controller Xone K2 mit dem Xone DB2 verbunden werden, ohne das eine weitere USB-Buchse am PC belegt wird.
Preise für den Deutschen Markt liegen uns leider noch keine vor. In Großbritannien wurde der Allen & Heath Xone DB2 für 999 £ angekündigt, was einem Euro-Preis von 1299 € entsprechen sollte. Als Liefertermin wird derzeit Dezember gehandelt.
Hier geht’s zur offiziellen Allen & Heath Xone DB2-Produkteseite.
Kategorie: Neuigkeiten Digital Mixing
Tags: midi-controller, dj controller, allen & heath, audio interface, dj mixer, xone db4, xone db, xone k2, xone db2, clubmixer
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