Home Recording - Teil 1: Was brauche ich alles?

 
Home Recording  - Teil 1: Was brauche ich alles?

Hallo Leute,

da unser Blog im Juni einem Datencrash zum Opfer gefallen ist, beginnen wir nochmal bei Null und ich stelle mich euch nochmal vor.

Mein Name ist Mirko und ich bin bei Elevator mitunter in der Hotline beschäftigt, um eure Anfragen, die mich via Telefon oder E-Mail erreichen, zu beantworten. Jeder von uns im Team hat so sein Steckenpferd, wenn es um unser Sortiment geht. Mein Pferd heißt Studio & Recording. Ein Hobby, welches ich mir quasi zum Beruf machen durfte. Ich selbst mache seit gefühlten tausend Jahren Musik. Netto sind es dann doch nur zwölf Jahre, aber ich will behaupten, dass ich einiges an Erfahrungen in dieser Zeit gesammelt habe.

Nun freut es mich besonders, dass wir vom Elevator-Team über diesen Blog noch mehr Möglichkeiten bekommen, mit euch in Kontakt zu treten. Ich dachte mir, wir kümmern uns zum Anfang um ein Thema, zu dem ich reichlich und eigentlich immer Anfragen bekomme:”Home Recording & Producing”.

Home Recording & Producing, was brauche ich alles?

Mirko in der Studio Ecke im Elevator DJ Store

Jeder Hobby-Produzent/Musiker entwickelt früher oder später ein Verlangen, seine Werke auch daheim “zusammenschustern zu können”. Was vor ca. 50 Jahren undenkbar war,  ist heute denkbar einfach. Natürlich gibt es ein paar Dinge, auf die Ihr früher oder später angewiesen seid, wenn Ihr eure Musik daheim produzieren wollt. Jeden dieser Punkte werden wir später nochmal ausführlicher bearbeiten.

PC/Laptop

Ein leistungsstarker PC/Laptop, der mit ordentlich Arbeitsspeicher ausgestattet ist und eure Audiosoftware auf jeden Fall handeln kann. Ich würde das Minimum bei 1024 MB RAM ansetzen. Die Systemvoraussetzungen eurer Audiosoftware sind aber bei jeder Produktbeschreibung angegeben. Wenn diese erfüllt werden, ist man gut bedient. Luft nach oben schadet aber nie.

Mich würde an dieser Stelle interessieren, womit Ihr arbeitet. Habt Ihr einen PC oder Mac zu hause stehen?

Eine Audio-Software

Die passende Software zum samplen, mischen, mastern, recorden, komponieren & programmieren eurer eigenen Tunes. Ja, der Wald steht voller (Weihnachts-)bäume, aber welchen nehme ich mit nach Hause?

Ich weiß, das Angebot ist riesig und woher soll man bitte wissen, welche Software die richtige ist. Nun, wie so vieles bleibt diese Entscheidung und auch die spätere Meinung über das Programm subjektiv. Ich werde euch ein paar Programme zeigen, die meiner Meinung nach sehr gut sind und euch, jedes auf seine Art, an euer Ziel bringt. Hierzu möchte ich euch demnächst gern ein, zwei Videos zur Verfügung stellen, in welchen wir Ableton Live, Reason und Cubase unter die Lupe nehmen werden.

Ein Audio-Interface/eine Audiokarte

Eine Sintflut digitaler Daten wollen verarbeitet werden, und genau das übernimmt eure Soundkarte für euch. Zum einen wandelt sie eure analogen Signale, also die Töne, die z.B. von einer Gitarre, einem Synthesizer oder einem Mikrofon abgegeben werden, in digitale Signale um. Zum anderen gibt sie die digitalen Signale, die auf eurem PC, in eurer Audio-Software bearbeitet werden, als analoge Signale weiter an eure Monitor-Boxen. Kurz: Aus Klang werden Daten, aus Daten wird Klang.

Studio-Mikrofon

Unser Webshop sagt folgendes dazu:

“Studio-Mikrofone sind im Gegensatz zu dynamischen Bühnenmikrofonen viel empfindlicher und detailreicher. Sie unterdrücken keine Fehler, wie es im Live-Einsatz zur Wahrung einer Klangqualität wichtig ist, sondern nehmen genau das auf, was eingesungen oder eingespielt wird. Wir bieten die in Studios weit verbreiteten Kondensator-Mikrofone mit 48 V Phantomeinspeisung an.”

Der letzte Punkt ist dabei sehr entscheidend. Achtet darauf, dass euer Audio-Interface über das Feature “+48 V Phantomspeisung” verfügt. Dies ist allerdings heutzutage bei fast allen Interfaces gängig. Ohne diese 48V wird ein Studio-Mikrofon nicht genügend Saft bekommen, um überhaupt ein Signal senden zu können. Es gibt auch röhrenverstärkte Mikros. Dieses Thema werden wir demnächst auch nochmal genauer betrachten.

Studio-Monitorboxen

Im Studio unersetzlich: Studio-Monitore die den Frequenzgang unverfälscht linear wiedergeben

“Was unterscheidet meine HiFi-Boxen von wirklichen Studio-Monitoren?” Die Frage ereilt mich auch des Öfteren. Während eure HiFi-Boxen quasi dafür ausgelegt sind gut zu klingen und für ein super Hörgenuss zu sorgen, ist die Aufgabenstellung an Studio-Monitoren, so objektiv wie Möglich zu klingen. Das heißt, dass euch Studio-Monitore einen unverfälschten Klang wiedergeben sollen. Bei HiFi-Boxen ist es eher so, dass der Frequenzgang aus verschiedenen Gründen verändert bzw. verschönert wird. Studio-Monitore haben den Vorteil, dass der Frequenzgang nahezu linear wiedergegeben wird. Wer also auf ein vernünftiges Ergebnis im Klang Wert legt, kommt an Studio-Monitoren nicht vorbei.

Studio-Kopfhörer

Wie Ihr euch sicher denken könnt, verhält sich das mit Studio-Kopfhörern genauso wie mit den Studio-Monitoren. Zu unterscheiden sind Studio-Kopfhörer in halboffener und geschlossener Bauweise.

Ein geschlossener Kopfhörer umschließt eure Ohren & absorbiert die Reflexion nach außen. Das heißt, wenn Ihr ihn tragt, sollten Menschen um euch herum kaum hören können, was Ihr da eigentlich hört. Das ist zum einen gut, wenn man 14 Jahre alt ist und in der Pubertät steckt, hat aber vor allem den großen Vorteil, dass beim Aufnehmen von Stimme via Mikrofon, der Sound, der vom Kopfhörer ausstrahlt, nicht mit aufgenommen wird.

MIDI-Controller

Ein MIDI-Controller ist eine unglaubliche Hilfe, wenn es darum geht, eure Audio-Software zu bedienen. Ein MIDI-Keyboard macht es z.B. sehr einfach, eine Melodie einzuspielen, mit einer eigenen Intention, anstatt sie mit der Maus mühevoll zu editieren. Ihr könnt aber genauso gut Effekt-, Mixer und Transportsektionen eurer Software mit einem MIDI-Controller ansteuern. Wenn Ihr z.B. einen Mixer-Fader auf eurem MIDI-Controller einem Fader in euer Software zuweist, so wird sich dieser, sobald Ihr ihn am Controller bewegt, auch in der Software bewegen. Hardware und Software vereinen sich auf diesem Wege auf eine wunderbare Weise, die das Produzieren am PC/Mac wirklich zum Vergnügen macht.

Controller statt Maus: Im Studio hat der MIDI Controller seit Jahren seinen festen Platz.

Das könnte man nun unter einem guten Starter-Set verstehen. Sicher sind alle Angaben ohne Gewähr aber ich denke, dass ihr damit schon wirklich etwas Vernünftiges auf die Beine stellen könnt.

Ich freue mich auf die kommenden Videos und auf eure Kommentare. Bis demnächst.

Artikelinformationen

Kategorie: Producing

Tags: studio, studio-equipment, producing, home-recording

Kommentare: 2

Kommentare


Cito schrieb am 19.08.2010, 16:07

Guter Anfang, nun bin ich gespannt wie es weiter geht!

Paul schrieb am 17.09.2010, 21:54

Genau das, was ich gesucht habe. Danke!


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