Im Test: Akai APC 20

 
Im Test: Akai APC 20

Seit Mitte April gibt es einen weiteren Ableton Live Controller zu haben: die AKAI APC 20. Erst Ende des letzten Jahres ist das Launchpad von Novation erschienen, welches jetzt allerdings ernste Konkurrenz bekommen könnte. Inwieweit die neue APC konkurrenzfähig ist, wird dieser Test hoffentlich herausfinden.

Features und technische Daten

Features

  • Vorkonfiguriert für Live
  • Vollständig an die eigenen Bedürfnisse anpassbar
  • Bidirektionale Hardware/Software Kommunikation ermöglicht visuelles Feedback über die APC20
  • Einzigartige Clip Matrix mit Multicolor-LEDs zeigt aktuellen Clip Status an
  • Professionelles Feel mit stabilem Metallgehäuse und Premium-Bedienelementen
  • Ableton Live Akai Professional APC Edition im Lieferumfang enthalten
  • USB Plug-&-Play Verbindung für Mac und PC

Techn.Daten

  • Spannungsversorgung: 12V 2.0A Pin-Positive, im Lieferumfang enthalten 
  • Kommunikation: USB-MIDI mit eigenem Hardware/Software Handshake Protokoll 
  • Eingänge: USB, 2 zuweisbare Fußschalteranschlüsse

Mindestsystemvoraussetzungen

  • Mac: G4 / Intel empfohlen, OS X 10.3.9 / 10.4+ empfohlen
  • PC: 1.5GHz, Windows XP oder Vista, Windows-kompatible Soundkarte / ASIO Treiberunterstützung empfohlen
  • 512MB RAM / 1GB empfohlen, QuickTime 6.5 oder besser, DVD-ROM Laufwerk, USB Port

Lieferumfang

An erster Stelle steht natürlich das Auspacken. Zum kompletten Paket gehören: Die APC 20 selbst, ein USB-Kabel, ein Stromkabel sowie eine CD, auf der sich die Ableton Live Akai Professional APC Edition Software befindet. Dabei handelt es sich um eine abgespeckte Version von Ableton Live.

Der erste Eindruck

Auf den ersten Blick sieht die APC 20 so aus, als wollte sie eine APC 40 werden, das aber nur zur Hälfte geschafft hat. Der zweite Blick verrät allerdings schnell, dass sie weitaus mehr ist, als nur ein Stück von der großen Schwester. Die APC 20 hinterlässt schon beim ersten Kontakt einen übersichtlichen, aufgeräumten und dank Metallgehäuse stabilen Eindruck.

Anschließen und loslegen

Da ich Abelton Live schon länger verwende, hab ich die APC 20 sofort angeschlossen und musste feststellen, dass es nicht so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt hatte. Genauer gesagt: Im Midi-Sync-Menü, also dort, wo ich die APC als Controller auswählen wollte, war lediglich die APC 40 zu finden. AKAI selbst schreibt dazu auf der Homepage: “Live 7 mit der letzten Aktualisierung unterstützt die APC20. Alle Versionen von Live 8 sind APC20-bereit”. Mit meiner Version 8.0.5 funktionierte es aber nicht. Nach der Installation der mitgelieferten Version klappte es dann aber doch. Von hier an verläuft vieles angenehm intuitiv und vor allem ohne mühseliges Mappen, hier zahlt sich die Zusammenarbeit von Ableton und AKAI also schon aus.

Die APC-20 im Detail

5 x 8 Clips sind in Ableton Lives Session View rot umrandet und zeigen, welchen Bereich die APC kontrolliert. Dazu gehören im Standart-Modus die Wahl der Clips durch die einzelnen Pads, die kanalgebundenen Active on / off-, Solo bzw. Cue on / off- und Record on / off-Buttons sowie die Kanal- und Master-Lautstärke, die über die Fader geregelt werden können. Über den Shift-Button lassen sich diesen allerdings auch das Panning, die Send-Kanäle und 3 User-Modes, über die ihr die Fader belegen könnt, wie ihr wollt, zuteilen sowie die Kanäle einzeln anwählen. Das Cue-Level lässt sich über den einzigen Drehregler einstellen. Die Ansicht der Clip-Launch wird jedem und jeder sofort einleuchten, der oder die schon mal mit Ableton gearbeitet hat. Belegte Clips, die nicht spielen, leuchten orange, die, die spielen sind grün und die, die gerade aufgenommen werden, leuchten rot. Unter der Clip Launch gibt es überdies eine Reihe Buttons, um die Clips des jeweiligen Kanals zu stoppen und eine Reihe, mit deren Hilfe ihr einerseits die Kontrolle über Play, Stop, Record und Midi-Overdub habt, mit der ihr andererseits aber auch den Bereich in der Clip-Matrix einstellen könnt, den eure APC 20 kontrollieren soll. Die rote Umrandung wandert dementsprechend nach links, rechts, oben oder unten. Der letzte Button in dieser Reihe schaltet um auf den intuitiven Note-Mode, wie ihn auch Novations Launchpad besitzt, der der APC 40 aber fehlt. In diesem habt ihr die Möglichkeit, im ausgewählten Kanal über die Pads Noten einzuspielen.

Pro/Kontra

Pro

  • durchweg solide Verarbeitung
  • intuitive Handhabung durch stark an Ableton Live Software orientiertem Design
  • kein Midi-Mapping nötig
  • Note-Mode

Contra

  • Gerät leider nicht im Midi-Sync-Menü von Ableton 8.0.5
  • meines Erachtens nicht in der Lage, ein Live-Set allein zu bewältigen
  • User-Mode beschränkt sich auf die Fader

Fazit

Die APC 20 ist in jedem Falle ein praktisches Produktions-Tool und eignet sich ohne Frage auch für Live-Einsätze; ein mächtiges Live-Set wird sie allein jedoch kaum bewältigen können. Dafür scheint sie mir schlicht zu klein und zu oft doppelt belegt zu sein; ein zweiter Controller oder die größere APC 40 sind in diesem Falle sicher die bessere Wahl. Sonst macht sie jedoch einen durchweg professionellen und soliden Eindruck, sowohl was die Verarbeitung als auch die Optik angeht.

Der Preis liegt bei Elevator bei 185€ und somit knapp über dem des Novation Launchpads (179€) und bei ca. der Hälfte der APC 40 (387€).

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