Im Test: Pioneer CDJ-2000

 
Im Test: Pioneer CDJ-2000

Pioneer Pro DJ ist schon seit vielen Jahren wegweisend im Bereich der DJ CD-Player und Mixer und hat daher Einzug in zahlreiche Clubs auf der ganzen Welt gehalten.

Als ausgewiesener CD-Player-Experte beim Elevator bin ich nicht lange an der geheimnisvoll angekündigten “New Species” vorbeigekommen. Der Pioneer CDJ-2000 ist seit Ende letzten Jahres lieferbar - Zeit für einen Test.

Technische Daten

Die Features ...

  • Kompatibel zu MP3, AAC, WAV, AIFF (16/24-Bit)
  • Rekordbox Musikdatenbank-Managemenbt Software für DJs
  • Needle Search/Needle Drop-Funktion für schnelles Suchen und Vorhören
  • Pro DJ Link für Multiplay aus einer Quelle & gemeinsame Dateiverwendung
  • erweiterte Konnektivität mit 24-Bit/48 kHz Soundkarte sowie HID- und MIDI-Steuerung über USB
  • Quantized Beat Loop für perfekt synchronisierte Cue Points, Loops und Hot Cues

... und ein paar technische Daten

  • Rauschabstand: >115 dB
  • Frequenzbereich: 4 Hz - 20 kHz
  • 320 x 405,7 x 106,4 mm
  • Gewicht: 4,6 kg

Lieferumfang

Zum Lieferumfang gehören natürlich die Bedienungsanleitung sowie Strom- und Audiokabel zum Anschluss an einen Mixer. Weiterhin sind noch ein LAN-Kabel für die PRO DJ Link-Funktion, ein Faderstartkabel und die Musik-Managment-Software rekordbox enthalten. Die Kartonage ist wie die anderer Produkte des Herstellers Pioneer clever aufgebaut. In der Verpackung dürfte der Pioneer CDJ-2000 den ein- oder anderen Holpler beim Transport ohne Probleme überstehen. Allerdings gab man sich bei der Verpackungsgestaltung wenig Mühe. Bei einem Gerät für 1800 € kann man das durchaus erwarten.

Der erste Eindruck

Einmal ausgepackt, lässt sich direkt die Wertigkeit des Players erahnen. Wenngleich das Gehäuse aus Plastik ist, die Komponenten sind sauber verarbeitet und fühlen sich gut an. Optisch ähnelt der Player, bis auf das Display, dem Pioneer CDJ-1000 MK3, das Facelift ist insgesamt aber nicht zu übersehen.

Anschließen und Loslegen

Betätigt man den Einschaltknopf hinten rechts am CDJ-2000, fährt der Player hoch. Im Zuge dessen beeindruckt sogleich das Display, welches den Ladestatus dokumentiert.

Auf übersichtlichen 14x7 cm erhält man nützliche Informationen über die geladenen Tracks. Die angenehme Farbauswahl des Displays ist bei Bedarf dimmbar. Eine CD eingelegt, so beginnt der Pioneer CDJ-2000 die Waveform aufzubauen und die BPM zu ermitteln. Dieses dauert ein wenig, der Track ist aber sogleich spielbereit.

Der LED Kranz im Jog Wheel zeigt die Laufgeschwindigkeit des Tracks an. Neu ist ebenfalls die sogenannte 4-Beat Loop Funktion, was nichts anderes als eine automatische Loopfunktion ist, die taktgenau den Loop beliebig oft um die Hälfte verkürzt.

Mit der Needle Search-Funktion, die in Form eines schmalen Touchpads unterhalb des Displays umgesetzt wurde, gestaltet sich das Suchen innerhalb eines Tracks ähnlich zu dem anheben, bewegen und wieder absetzen des Tonarms bei einem Plattenspieler. Darüber hinaus findet man viele gewohnte Features des CDJ-1000 MK3 wieder.

Der zweite Eindruck

Die bisher aufgeführten Features sind eigentlich ohne großes Einarbeiten in den CDJ-2000 direkt und intuitiv nutzbar. Doch was hat es nun eigentlich mit der “New Species” auf sich?

Zunächst ist es so, dass der CDJ-2000 neben Audio/Mp3 CDs auch SD-Cards, USB-Sticks, externe HDDs und DVDs(mit Musikdateien) lesen und abspielen kann. Es können via Pro DJ Link bis zu vier CDJ-2000 verbunden werden. Dabei reicht es, wenn auf einem Player ein Medium vorhanden ist, von dem die anderen dann auch abspielen können. Das Einlesen von Sticks oder Festplatten geht schnell und problemlos.

Das eigentlich Neue ist aber die Möglichkeit, die beigelegte Software namens “Rekordbox” zum auflegen zu nutzen, und das ohne einen Laptop dazu betreiben zu müssen. Vor einem Gig können alle Tracks zu Hause am Laptop vorbereitet werden, diese Einstellungen werden dann auf einem USB Stick gespeichert. Diese werden später im Club vom USB-Stick kurz geladen und die Konfigurationen sind verfügbar. Man muss sich mit der Materie auf jeden Fall eine Zeit beschäftigen, es ist aber durchaus machbar.

Nicht zu vergessen, dass der CDJ-2000 ebenso als MIDI-Controller verwendet werden kann, um damit eine Software wie Traktor zu steuern. Allerdings habe ich den CDJ-2000 dahingehend bis jetzt nicht getestet.

Was leider auch neu ist, sind die Preisregionen in denen sich der CDJ-2000 bewegt. Der Streetpreis ist mit knapp 1800 Euro pro Stück kein wirkliches Schnäppchen.

Pro / Kontra

Positiv

  • altbewährte Features sind vorhanden und intuitiv nutzbar,das ganze durch neue ergänzt
  • das Display sucht seinesgleichen
  • Multimediatalent
  • innovative Technologie im Zusammenspiel mit “Rekordbox”

Negativ

  • Anschaffungspreis
  • Waveform baut sich nur langsam auf (sofern Tracks nicht vorher mit rekordbox analysiert wurden)

Fazit

Wer bisher auf Pioneer gesetzt hat, wird den CDJ-2000 lieben. Wie weit die Liebe geht, bestimmt bei vielen potentiellen Nutzern sicherlich der Geldbeutel.

Ob sich der CDJ-2000 gegen reine DJ-Controller-Lösungen durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. In jedem Fall empfehle ich Euch den Player mal live anzutesten - ein Exemplar steht bei uns im DJ Store bereit um auf Herz und Nieren getestet zu werden!

Pioneer CDJ-2000

  • Quantized Beat Loop
  • HID und MIDI Funktion
  • Inkl. Software rekordbox
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