Der Reloop IQ2 MIDI – 2-Kanal-Standardmixer oder Mischpult mit gewissem Extra?
Mischpulte mit 2 Kanälen sind meist einfach aufgebaut und klar strukturiert – doch irgendwie auch langweilig. 2 Linefader, ein Crossfader, 2 EQ-Sektionen und vielleicht noch eine kleine Effekteinheit, fertig ist das 2-Kanal-Standardmischpult.
Das alles hat der IQ2 MIDI von Reloop auch, aber die deutsche Equipment-Schmiede hat versucht das Standardlayout aufzupeppen. Wie und ob das geklappt hat, habe ich für euch getestet! Als Erstes ein kleiner Blick auf die Fakten:
Technische Daten & Features
Technische Daten
- Eingänge: 2 Phono, 2(+2) Line, 1 Return, 1 Mic., 2 USB
- Ausgänge: 1 Master, 1 Send , 1 Rec., 2 USB
- EQ Range: +10/-30 dB
- Maße: 250 x 355 x 104,9 mm
- Gewicht: 4,2 kg
- Inkl. Traktor LE Vollversion, Asio-Treibern & Anleitung auf CD
Features
- 2+1-Kanal PRO DSP-Mixer mit USB-Terminal
- bester, störfreier Sound: Interne Signalverarbeitung ist komplett digital
- Hi-Speed 4x4 In/Out Interface mit 24- Bit/96 kHz Soundqualität
- volle MIDI-Kontrolle: Alle Elemente sind MIDI-fähig
- Traktor Ready: Plug and Play-Einsetzbar mit Traktor DJ-Software
- Full Duplex USB-Port zum Einspeisen und Ausgeben von digitalen Sound-Signalen
- frei zuweisbare DSP-Effekteinheit (Echo, Auto Pan, Flanger, Manual Filter, Auto Filter, Reverb, Trans, Pitch Shifter)
- Effekt Send/Return für beide Kanäle
- großes LCD-Display für alle Effekt und BPM-Parameter
- iPod-freundlicher AUX-Eingang auf der Frontseite
- 2 Kopfhörer-Anschlüsse (3,5 und 6,3 mm)
- symmetrische (6,3 mm Klinke) und asymmetrische (Cinch) Ausgänge
Lieferumfang
Der IQ2 MIDI kommt in einer simplen, aber dennoch schicken schwarzen Schachtel. Der Mixer selbst ist mit Styropor sicher verpackt. In der Schachtel erwartet mich zunächst die Installations-CD, der ASIO-Treiber für den Soundkarten- und Midi-Betrieb, eine Anleitung als PDF und die DJ Software Traktor LE sowie eine Demo Version von Traktor Pro.
Neben den CDs liegt ein USB-Kabel bei - die erste Andeutung auf den Multimedialen-Charakter des Produkts. Ansonsten sind eine kurze Bedienungsanleitung und ein Netzkabel enthalten.
Erster Eindruck
"Dann mal ran an den Speck!", mag man sagen. Wobei Speck hier nicht zu finden ist, denn der relativ schlanke, aber lange Mixer von Reloop ist frei von unnötigem Ballast: Wunderbar geordnet sieht er aus, die untere Hälfte leicht glänzend in schwarzem, gebürstetem Aluminium, die obere Hälfte dunkler und matt mit einer Art Gummiüberzug, auch "Rubber Paint Finish" genannt. Die verschiedenartige Oberflächenlackierung trennt die Fader- und Effektsektion optisch von der EQ-Sektion und macht dadurch das Mischpult noch übersichtlicher als es ohnehin schon ist. Grundsolide ist nicht nur die Gliederung, sondern auch die Verarbeitung des IQ2 MIDI. Das Gehäuse ist komplett aus Metall gefertigt. Metall ist zwar schwerer als Plastik, das nimmt man aber für den Bonus an Stabilität gern in Kauf.
Zurück zu den Bedienelementen auf der Topplatte: Dort strahlt mich der übergroße und stylische Master Gain-Poti an. Reloop beschreibt ihn mit den Worten "extra großer Vintage-Drehpoti". Die gummierten Potis der EQ-Sektion sind sehr griffig. Abrutschen wird man hier auch mit schwitzigen Händen nicht all zu oft, das ist bereits beim ersten Anfassen zu merken. Der untere Teil des Mischpults wird dominiert von dem großen LCD-Display, das mich anstarrt und mir befiehlt: "Mach mich an!" Aber ich beherrsche vorerst noch, denn ich möchte zuerst noch ein wenig die Eigenschaften der Bedienelemente erkunden.
Weiter geht’s mit den Fadercaps und den Fadern: Die Fadercaps liegen gut zwischen den Fingern und sind ebenfalls nicht rutschig. Die Fader selbst laufen beide glatt. Hier gibt es keine hakenden Stellen, die dem ambitionierten Plattenunterhalter das Leben schwer machen könnten. Da der IQ2 MIDI unter anderem ja auch als "Battle-Mixer" im Bereich des Turntablism beworben wird, schaue ich mir die Verarbeitung des Crossfaders genauer an: Er gefällt, lässt sich einfach, aber nicht zu einfach bedienen, klappert nicht und schleift nirgends. Da dürfte auch ein versierter Turntablist (der ich zugegebenermaßen nicht bin) nichts zu meckern haben.
Rechts und Links von den Linefadern befindet sich die Effektsektion. Rechts mit "FX ON" Button, Channel Select und Effektauswahl und links mit einer interessant anmutenden Parameter-Sektion. Die Effekte lassen sich nicht nur per Drehpoti manuell timen, sondern können auch mit festgelegten Timings auf die Musik gelegt werden, aber dazu später mehr.
Den IQ2 MIDI soll laut Hersteller die unglaubliche Flexibilität und Multimedialität auszeichnen. Anzeichen dafür lassen sich viele finden: Einmal oben, bei der Input-Auswahl für die einzelnen Kanäle und einmal an der Front des Mischpults, wo wir neben einem AUX-In für MP3-Player auch Steuerelemente für Traktor finden. Den beiden Kanälen können als Input jeweils fünf verschiedene Quellen zugewiesen werden: Die Klassiker Line und Phono für Plattenspieler und CD-Spieler, Midi und USB Eingänge, beide für den Gebrauch mit Traktor oder anderer Software und dann der angesprochene AUX-Eingang. Das erweckt also durchaus den Anschein eines Cross Media Mixers. Noch schnell ein Blick auf die Rückseite und das Kribbeln in den Finger kann endlich mit dem Verkabeln meiner Plattenspieler befriedigt werden. Es ist schon zu sehen: Das Anschließen des Mischpults wird allem Anschein nach sehr einfach. Die Rückseite ist einfach aufgebaut, mit den bereits erwähnten Line- und Phono-Anschlüssen, der Erdungsschraube für Plattenspieler, Send/Return Ein- und Ausgängen für externe Effekteinheiten und die Master- und Record-Ausgänge für Verstärker oder Computer. Neben den beiden Cinch-Outputs gibt es noch einen Balanced Output bzw. symmetrischem Ausgang für PA-Systeme. Genug geschaut, jetzt wird der Mixer endlich angeschlossen!
Anschließen und erster Test
Ich integriere den Reloop IQ2 MIDI in mein System mit zwei Reloop RP-2000 Plattenspielern und dem Digital Vinyl System Reloop Spin. Der IQ2 MIDI begrüßt mich mit einer kleinen schicken Sequenz, quasi einer Choreographie der verschiedenen LED’s, die von unten nach oben nacheinander in verschiedenen Farben aufleuchten. Aber von so etwas wollen wir uns nicht zu sehr beeindrucken lassen, denn das Geblinke sieht zwar nett aus, aber das war’s dann auch schon. Also Kopfhörer eingestöpselt und losgedreht, in einer kleinen 30-minütigen Mix-Session wird das Mischpult angetestet. Bereits nach einigen Minuten stelle ich fest: Der Reloop IQ2 MIDI macht Spaß! Mit seinen vielseitigen Effekten regt der Mixer zum Experimentieren an, während Standard-Übergänge mit den gegebenen Fadern und Potis wunderbar und ohne Probleme gemacht werden können.
Nachdem ich durchgeschwitzt und glücklich meine Zigarette danach rauche, denke ich mir, es ist Zeit für einen Test der Midi-Funktionen. Also CD eingelegt, Traktor und Treiber installiert, Mixer angeschlossen und… klappt nicht! Rumgestellt und rumgesucht in Traktor, Systemsteuerung und Internetforen, aber nichts gefunden. Die Lösung brachte dann ein Reloop-Support-Mitarbeiter, der sich Zeit für mich genommen hat (sehr nett, der kompetente Herr) und mir letztendlich geholfen hat, den Mixer in aller Fülle mit Traktor benutzen zu können. Kleine Randnotiz an dieser Stelle: Es handelte sich hierbei nicht um ein Problem des Geräts sondern es lag an meiner mangelnden Erfahrung mit der Installation von Geräten in Traktor. Die Installation des Reloop IQ2 MIDI ist total einfach, sofern man den Setup Wizard einmal gefunden hat. Denn der IQ2 MIDI ist "Traktor Ready", was bedeutet, dass sich das Mapping bereits in Traktor befindet – man muss es eben nur über den Setup Wizard auswählen.
Meine ersten 30 Minuten mit der Traktor Scratch Pro Demo (nach diesen 30 Minuten schaltet sie sich ab) zeigen ganz klar die Integrität des Mixers in die Software. Die zwei Modi (dazu später mehr) machen beide Sinn und haben ihre Vorzüge, funktionieren wunderbar und die einfache Bedienbarkeit der Traktor-Effekte direkt über den Mixer lässt sehr viel Spielraum für die Kreativität des DJ’s.
Fazit des ersten Anspielens: Macht Spaß, macht Sinn, macht kreativ!
IQ2 MIDI als Standard-Mischpult
Zuerst sehe ich mir den Mixer im normalen Betriebsmodus mit 2 Turntables oder DJ-CD-Playern an. Ich arbeite mich von oben nach unten runter, fange also mit der EQ-Sektion an. Die EQ-Poticaps sind wie erwähnt schön griffig und gut zu benutzen. Es handelt sich beim IQ2 MIDI nicht um sogenannte Kill-Gains für die einzelnen Frequenzbereiche Low (Tiefen), Mid (Mitten) und High (Höhen) - das heißt, steht der Poti ganz links auf 7 Uhr, wird trotzdem noch etwas Signal von der jeweiligen Frequenz durchgelassen. Dies bietet den Vorteil, dass sich die mit dem Equalizer bearbeitete Musik nicht irgendwie abgehakt und kastriert anhört, sondern es erfolgt eine sanftere und dosiertere Dämpfung des Frequenzbereichs.
Links von der EQ-Sektion befindet sich der Bereich für das Mikrofon mit Mic-Gain (Lautstärkeregelung) und einer 2-fach EQ-Sektion (Tiefen und Höhen) für den Mikrofon-Kanal, sowie der An- und Ausschalter. Das Mikro wird vorne über eine große 6,35mm Klinke angeschlossen. Einen XLR-Eingang gibt’s nicht, da muss gegebenenfalls ein Adapter Abhilfe leisten. Ich kann mit meinem Klinke-Mikro zum Glück sofort anfangen und das Ganze direkt testen. Bei Aktivierung der Talk-Over-Funktion wird das Signal dauerhaft abgesenkt. Die EQ’s und der Gain funktionieren ganz normal und es gibt nichts daran auszusetzen.
Auf zur gegenüberliegenden Seite befindet sich die Cue-Sektion des Mischpults. Hier gibt es einen Lautstärkeregler für das Vorhörsignal, einen Knopf um die Effekte im Kopfhörer vorzuhören und einen Mini-Fader für die Abmischung von Cue- und Master-Signal, den sogenannten Cuemix-Fader, mit dem man wie gesagt bestimmen kann, welches Signal im Kopfhörer ankommt. Der vorzuhörende Kanal wird über über einen Button links bzw. rechts von den Linefadern ausgewählt.
Das wären soweit alle Test-relevanten Bereiche der oberen Hälfte des Mischpults, weiter also mit der Unteren:
Hier haben wir zuerst mal die Line- und Crossfader, zu denen eigentlich alles bereits beim ersten Eindruck gesagt wurde: Sie sind schön griffig und liegen gut zwischen den Fingern. Als kleinen Bonus haben die Linefader eine einstellbare Fadercurve. Es ist also manuell steuerbar, wie die Linefader die Lautstärke regeln. Drei Voreinstellungen gibt es hier. Für den feinfühligen DJ, der die perfekte Einblendung eines Signals erreichen will, gibt es auch noch einen kleinen Poti an dem manuell eingestellt werden kann, ob das Signal langsam lauter wird oder eher schlagartig zu hören ist (Long/Cut). Der Crossfader kann auch eingestellt werden, allerdings muss man sich hier mit den drei Voreinstellungen begnügen, einen Poti gibt’s hier nicht. Das ist aber auch nicht weiter schlimm, denn die Voreinstellungen bieten alles was beim Crossfaden gebraucht wird: Ein gleichmäßiges Faden, ein hartes Cutten und ein weiches Cutten mit Überlappung der Signale. Zusätzlich gibt es noch eine Crossfader-Reverse Funktion, die die Kanäle A und B jeweils vertauscht, sodass links das Signal des rechten Kanals ist und vice versa. Das ist vor allem für Turntablists wichtig, die manchmal bei schnellen Scratch-Routinen die Richtung des Crossfaders ändern müssen. Alle oben beschriebenen Funktionen, also die Schalter für Linefader- und Crossfader-Curve, der Crossfader Reverse und der Poti für die Linefader-Einstellung sind vorne auf der Front des Mixer zu finden. Ebenda befindet sich auch der Auswahlschalter für die so genannte Faderstart-Funktion, die in Verbindung mit DJ-CD-Playern genutzt werden kann und ein automatisches Starten des CD-Players bei öffnen des Faders erzeugt.
Die Effektsektion
Acht Effekte stehen beim Reloop IQ2 MIDI zur Verfügung: Echo, Auto Pan, Flanger, Manual Filter, Auto Filter, Reverb, Trans und Pitch Shifter. Die Intensität dieser Effekte wird über den Vol/Depth-Fader geregelt, der sich direkt über dem FX ON-Knopf befindet. Darüber befindet sich die Kanalauswahl für den Effekt. Der Effekt kann entweder Kanal A, Kanal B, dem Mikrofonkanal oder dem Masterausgang zugewiesen werden.
Auf der linken Seite befindet sich die Zeitparameter-Einstellung. Hier wird je nach Effekt entweder Timing, beim Manual Filter die gefilterte Frequenz und beim Pitch Shifter die Erhöhung/Verringerung in Prozent festgelegt. Dies kann manuell per Poti gemacht, einmal in kleinen, feinen Einstellungsschritten oder, wenn man den Poti drückt und dreht, in gröberen Schritten (in 10 ms-Schritten ohne/ in 100 ms-Schritten mit Drücken). Dieses System bewährt sich nach etwas Eingewöhnung, man kann das Timing präzise und intuitiv steuern. Wenn es mal ganz schnell gehen muss, bietet der Reloop IQ2 MIDI auch eine festgelegte Parameter-Einstellung, bei der die Anzahl von Timings vorgegeben ist (z.B. 32 Schläge, 4 Schläge, 1 Schlag). Die Geschwindigkeit der Effekte kann entweder anhand der Auto-BPM-Funktion des Mixers eingestellt werden oder manuell über den TAP-Button eingeklopft werden.
Die Informationen über Parameter, ausgewählten Effekt und Intensität kann man auf dem großen LCD-Display in der Mitte des Mischpults in rot ablesen. Das ist praktisch und übersichtlich.
Zusätzlich zu den eben genannten Effekten gibt es noch drei so genannte Crossfader-Effekte, die, wie der Name schon sagt, mit dem Crossfader gesteuert werden. LoopX, PitchX und StutterX benennt Reloop diese drei kleinen Spielzeuge, die dem innovativen Soundartisten weitere Möglichkeiten zur Manipulation der Musik geben. Wie oft man die Crossfadereffekte einsetzt, ist sicherlich Geschmackssache. Ich vertrete hier die Ansicht, dass Weniger oft mehr ist. Auch wenn man diese Effekte sicher nicht so häufig nutzt wie einen Flanger oder Delay, so lassen sich mit diesen Effekte außergewöhnliche Akzente setzen und bieten somit durchaus einen Mehrwert.
Generell ist die Effektsektion gut bedienbar. Das Verwenden der Effekte ist intuitiv und man hat durch die gut erreichbaren Fader und Poti’s stets die Kontrolle über den Effekt. Der Beatcounter und die automatischen Timings funktionieren gut, notfalls sind beide ja auch manuell zu bestimmen.
Lange Geschichte, kurzer Sinn: Der IQ2 MIDI ist im normalen Mixbetrieb ein ordentliches Produkt, dass alles bietet was sich sowohl Anfänger als auch Profis wünschen. Aber: Für 490 Euro muss doch mehr drin sein, oder?
IQ2 MIDI als Software-Controller
Wer sich heutzutage mit dem DJing befasst, der kommt zwangsläufig mit dem Thema DJ-Software in Kontakt. Unaufhörlich wandelt sich die Kunst des DJings in Richtung Computer, immer mehr professionelle DJs sind mit Laptop unterwegs. Ob man das gut oder schlecht findet, muss jeder für sich entscheiden. Der IQ2 MIDI geht mit dem Trend und fungiert auch als DJ-Controller für Traktor. Getestet habe ich den Mixer mit der beiliegenden Traktor Pro Demo. Der IQ2 MIDI lässt sich aber auch beispielsweise in Serato Scratch Live, MixVibes Cross oder Avid Torq nutzen. Bei Cross und Torq kann das Audio Interface übrigens auch als Interface für ein Digital Vinyl System fungieren, da die Timecode-Kontrolle in Cross und Torq nicht an bestimmte Audio Interfaces gekoppelt ist.
Nachdem unter Windows die ASIO-Treiber installiert wurden, wird der IQ.2MIDI problemlos von Traktor erkannt. Dank der "Traktor Ready"-Eigenschaft des Mixers, kann der IQ.2MIDI im Setup Wizard ("Preferencs" -> "Setup Wizard") in Traktor ausgewählt werden. Das benötigte Mapping wird dann durch Traktor selbst installiert.
Der Reloop IQ2 MIDI hat zwei verschiedene Modi: Den Internal Mixer Mode und den External Mixer Mode. Im Internal Mixer Mode werden alle Daten innerhalb von Traktor zusammengemischt, Traktor gibt durch den Mixer nur das Master und CUE-Signal für die Kopfhörer aus, die Steuerung erfolgt komplett per MIDI. Beim External Mixer Mode werden alle Decks einzeln in den Mixer geroutet und das Zusammenmischen der Signale erfolgt intern im Mixer. Beim Internal Mixer Mode zeigt uns Traktor den Software-Internen Mixer an, den wir mit dem IQ2 MIDI in Echtzeit kontrollieren. Und mit Echtzeit meine ich Echtzeit, denn durch die mitgelieferten ASIO-Treiber ist die Verzögerung minimal, wenn nicht sogar non-existent.
Selbst der Test auf einem älteren PC, der grade die Mindestanforderungen von Traktor erfüllt, klappte problemlos und ohne Beeinträchtigung des Sounds. Bei der Benutzung beider Modi wird schnell klar, dass der Mixer sich super in Traktor integriert und alle wichtigen Funktionen kontrolliert werden können. Es kann sogar ausgewählt werden, ob die StandardStandardeffekte des Mischpults benutzt werden sollen oder aber auf die ausgiebige und abwechslungsreiche Effektsektion der Software zurückgegriffen wird. Man muss nur einen Schalter im Frontbereich umlegen, schon hat man volle Kontrolle über Effekte und die Loopfunktion in Traktor! Mit der bereits erwähnten, sonst fürs Timing zuständigen Sektion, können Loops intuitiv gesetzt und kontrolliert werden, während wir mit den sonstigen Bedienelementen die Effekte in Traktor steuern. Durch die Vielzahl an Effekten die Traktor zur Verfügung stellt und die schnelle und einfache Kontrolle der Effekte durch den IQ2 MIDI, kann sich jeder DJ, egal ob Profi oder Anfänger, so richtig austoben. Sogar Mash Ups können intuitiv und live durch das einfache Setzen von Loops kreiert werden. Eine Transportkontrolle ist standardmäßig nicht mit dem IQ2 MIDI nicht möglich. Möchte man also Tracks auswählen und auf die Decks laden kann, so ist man auf die Tastatur seines Notebooks angewiesen oder ändert das Mapping nach seinen Bedürfnissen in Traktors Controller Editor.
Pro & Contra
Vorteile
- Robuste Bauweise
- Sehr übersichtlich
- Viele Medienquellen anschließbar
- Lückenlose Integrität in Traktor, gute MIDI-Sterung
- Integriertes 4x4 Audio Interface
- Ansprechendes Design
Nachteile
- nur Traktor LE als Vollversion beiliegend
Fazit
Der Reloop IQ2 MIDI hat tatsächlich das gewisse Etwas, das ihn von anderen, doch recht langweiligen 2-Kanal Mixern deutlich abhebt. Die Effektsektion, die MIDI-Funktionalität und das 4x4 Audio Interface steigern den Wert des IQ2 MIDI ungemein. Er schlägt damit in eine Nische, die ihn vor allem für Scratch- und Mash Up DJs interessant macht, die mit Traktor, Serato und Co. auflegen und Elemente zur Loop und Effektsteuerung direkt auf dem Mixer wünschen.
Reloop IQ2 MIDI
- Battle Mixer mit MIDI-Funktion
- 4x4 Audio Interface
- Effektsektion














subsinn schrieb am 16.07.2011, 15:46
Wow, ein sehr ausführlicher Testbericht. Auch wenn ich nicht so ein ein “2-Kanal-Mixer-Typ” bin, sehr interessant, wie viel sich trotzdem mit dem IQ2 MIDI und seinen zwei Kanälen, aber flexiblen Inputrouting, anstellen lässt