Im Test: Reloop Terminal Mix 4

 
Im Test: Reloop Terminal Mix 4

Ein gutes Jahr ist nun seit der ersten Vorstellung von dem Jockey 3 ME auf der Namm Show 2011 vergangen und den geplanten Vorstoß in neue Hemisphären kann man der deutschen Firma Reloop durchaus als gelungen bescheinigen. Als konsequente Weiterentwicklung von der beliebten Digital Jockey-Reihe setzt derJockey 3 ME dank seiner Vollmetallverkleidung in Sachen Verarbeitung und Haptik neue Maßstäbe und punktet ebenso in den Bereichen Klangqualität und Innovation. Ebenfalls vorbildlich gestaltet Reloop die Preispolitik für das Gerät; so findet sich aktuell ein Jockey 3 ME bei 499 Euro ein und ist aufgrund der umfangreichen Funktionalitäten und dem genanten, günstigen Preis mehr als nur ein Geheimtipp im Controller Segment.

Ein Jahr später möchte Reloop einen ähnlichen Erfolgskurs einschlagen. Erneut ist es die Namm Show, die das Startsignal für einen neuen DJ Controller einläutet: Der Terminal Mix 4, auch TM4 genannt, ist der erste Controller von Reloop, der über 4 Decks verfügt und für Serato entwickelt wurde. Nachdem die ersten Vorabexemplare auf der Namm Show und der Musikmesse Frankfurt gesichtet wurden und bereits hervorragend haptische Eigenschaften aufwiesen, ist das Gerät nun in der finalen Fassung seit vergangener Woche lieferbar und bereit für einen ausgiebigen Test.

Lieferumfang

Der Ruf der Software-Multikompatibilität eilt dem Controller voraus, denn im Lieferumfang enthalten ist neben Serato DJ Intro auch eine speziell für den TM4 angepasste Virtual DJ 4-Deck LE Version, während Traktor 2 PRO Mappings seit Auslieferung von dem Gerät auf der Reloop Homepage zur Verfügung stehen. Die Installations-CD mitsamt der beschriebenen DJ Software ist genauso wie ein USB 2.0 Kabel und ein leicht zu verstehendes Handbuch in der stilechten und Reloop typischen, dezent gehaltenen Verpackung enthalten. Ein übersichtliches Poster von dem Controller, das alle wichtigen Funktionen von dem Gerät erläutert, findet sich ebenfalls in dem Karton wieder. Die Spannung steigt, der Deckel wird geöffnet und ein nagelneuer TM4 auf meinen Schreibtisch positioniert.

Ausgepackt und angefasst

Auf der Musikmesse Frankfurt konnte ich den TM4 das erste Mal in Augenschein nehmen; die positiven Eindrücke, die das Gerät mit seiner Haptik bei mir hinterlassen hat, bestärken sich, als ich beherzt in den Karton greife, um das Gerät aus der Verpackung zu befreien. Mit seinen 4,5 kg ist der TM4 gut ein halbes Kilo leichter als der Jockey 3 ME und dürfte somit vor allem die Vielflieger gnädig stimmen, die den Controller mitsamt Laptop per Handgepäck auf die Reise nehmen wollen. Einen robusten und resistenten Eindruck hinterlässt die massive Metalloberfläche, in der alle Bedienelemente im perfekten Verhältnis eingelassen sind. Drehregler und Pitchfader weisen kaum Spiel auf und wirken auf der Metallplatte wie aus einem Guss. Keine Schraube, die einen Millimeter zu viel aus dem Chassis herausragt oder ein wackeliger Drehregler, der den stabilen und edlen Eindruck stören könnte. Die seitliche Hartkunststoff-Ummantelung liegt ebenfalls absolut bündig auf dem Metallgehäuse auf und verstärkt den positiven Gesamteindruck, den man als Betrachter zweifelsohne von dem Premium Controller bekommt.

Der TM4 im Detail

Fader und Potis in der Mixersektion

Widmen wir uns nun der Mixersektion. Reloop hat sich für ein klassisches 4 Kanal-Layout entschieden; die Anordnung von Equalizer und Gain-Regler pro Kanal wird durch einen Filter ergänzt und lässt jeden DJ auf den ersten Blick seinen aufgeräumten Arbeitsbereich schnell begreifen und schon nach kürzester Zeit völlig intuitiv und ohne großartige Einarbeitungszeit die richtigen Griffe zum richtigen Zeitpunkt realisieren.

Die 60 mm Linefader verfügen über einen angenehmen Widerstand, der sowohl seichtes Einfaden als auch harte Cuts erlaubt. Der Crossfader ist extrem leichtgängig, klickt angenehm beim Anschlag und erfüllt alle Turntablism-Eigenschaften, die ein Crossfader erfüllen muss, um Scratchartisten zu gefallen. Generell lassen sich alle essentiellen Crossfader-Eigenschaften an der Frontseite regulieren. Das gilt für die Crossfader-Kurve genauso wie für die Kanalzuweisung. Reloop scheint bewusst das Prinzip einer klassischen Battlemixer-Lösung angestrebt zu haben, die kein Umdenken oder eine neue Arbeitsweise erfordert, sondern sich einfach und intuitiv bedienen lässt.

Die Potis vom Terminal Mix 4 sind aus Kunststoff angefertigt und weisen in der Mixersektion eine Mittelrasterung auf, während die Loop- und Effektsektion zusätzlich über Endlosdrehregler verfügen. Wie eingangs beschrieben, lassen sich die Metallpotis auch bei härterer Herangehensweise nicht aus dem Konzept bringen. Die Drehregler sind mit der Metallplatte verschraubt, so dass diese absolut fest anliegen und kein Spiel zulassen.

Jog Wheels

Ein weiteres, haptisches und optisches Highlight vom TM4 sind zweifelsohne die extrem flachen Aluminium-Jogwheels. Reloop hat eigens für den berührungsempfindlichen Scratchbereich eine besondere Vinylgrip-Oberfläche entworfen, die mitsamt dem Reloop Signet auf dem Jogwheel nicht nur verdammt gut aussieht, sondern sich auch noch verdammt gut anfühlt. Dank der Gewichtung der Jogs lassen sich diese absolut authentisch und im bewährter Single CD Player-Manie vorwärts und rückwärts drehen und laufen dementsprechend langsam aus. Sowohl qualitativ als auch quantitativ, dank einem Durchmesser von 15,5 cm, liegt der TM4 im dicht besiedeltem Mitbewerberfeld mit seinen Jog Wheels ganz weit vorne und unterstreicht die Scratch-Ambitionen von dem Controller.

Transportsektion

Eine vollgummierte Transportsektion lädt am TM4 zum Triggern der Sync, Cup, Cue und Play/Pause-Taster ein. Die gummierten Taster beim Jockey 3 ME weisen ähnlich gute Eigenschaften auf wie beim Terminal Mix 4, allerdings hat Reloop in dem Fall vom TM4 bewusst etwas Spiel bei den Buttons der Transportsektion zugelassen. So können die Taster willkürlicher getriggert werden, denn durch einen klar definierten Druckpunkt und einem kurzen Weg ist die Reaktionszeit vorbildlich.

Pitch

Ein großer, 14-Bit 100 mm Pitch Fader befindet sich jeweils oberhalb von den Jog Wheels. In der Verarbeitungsqualität bescheinige ich dem Pitchfader die goldene Mitte aus Cross- und Linefader, also genau richtig, um beim manuellen Pitchen die korrekte Geschwindigkeit treffen zu können.

Trax Encoder und Playlist Management

Die Trackauswahl erfolgt beim Terminal Mix 4 äußerst elegant über ein Endlosdrehrad mit Rasterung. Der Trax Encoder, veredelt mit einer Metalloberfläche, ermöglicht genaues und vor allem mouse-loses Navigieren innerhalb seiner Playlisten; die Crates, View, Back und Prep-Taster dienen ebenfalls zum direkten Playlistenmanagement, so dass man die Maus getrost in der Laptop-Tasche versauern kann.

Input, Output, Routing

Im Gegensatz zu dem Jockey 3 ME bietet der TM4 keinen analogen Mixer und benötigt daher auch kein externes Netzteil. Generell ist die Stromversorgung via USB völlig ausreichend; der TM4 hat im Test jederzeit über genügend „Saft“ verfügt“, um seine Dienste ordnungsgemäß verrichten zu können. Zum direkten Durchschleifen eines CD-Players oder auch eines Plattenspielers, hier gibt es im übrigen auch eine Erdungsmöglichkeit auf der Geräterückseite, bietet der TM4 sowohl eine software- als auch eine hardwareseitige Lösung an. Ist man im Besitz einer uneingeschränkten Vollversion von Traktor oder Virtual DJ, so lässt sich das Eingangssignal durch die Software routen; andernfalls bietet der TM4 die Möglichkeit, das Eingangssignal über den Masterausgang zu schleifen. Ähnlich verhält es sich mit dem Mikrofoneingang, der über eine dedizierte Lautstärkeregelung und einen Mini-EQ verfügt. Das gesamte Routing externer Quellen erfolgt im übrigen über die Frontseite und zwingt den DJ nicht hinter seinen Controller „krabbeln“ zu müssen. Auf der Geräterückseite bietet der TM4 zwei Master-Outputs in Klinke und Cinch. Ein zusätzlicher Booth-Ausgang zum Monitoring steht ebenfalls zur Verfügung und lässt sich von der Bedienoberfläche separat regulieren.

Klangwiedergabe

Die ASIO/Core-Treiber für das selbsternannte „Power House Interface“ vom TM4 verrichten hervorragende Dienste, denn sowohl auf PC als auch Mac gibt es keine störenden Aussetzer bei der Klangwiedergabe zu vermelden. Im Gegenteil: Ist man auf der Suche nach passenden Adjektiven, die die Klangeigenschaften von dem Controller beschreiben, so wird man sich schnell auf kräftig, durchsetzungsfähig und detailliert einigen. Das gilt für die Master und Booth-Sektion genauso wie für die Kopfhörerausgänge, die über einen separat einstellbaren Equalizer an der Frontseite verfügen, damit jeder Kopfhörer dem Ausgangssignal entsprechend angepasst werden kann.

Generell wird das „analoge Feeling“, welches der Controller dem Benutzer durch seine tolle Haptik suggeriert, durch den Einsatz der Equalizer und Filtersektion im Mix noch verstärkt, denn der Klang versprüht geradezu einen analogen Charme, nur rauschen tut in diesem Fall hier nichts. Der Filter von Serato DJ Intro hat meiner Meinung nach den „wärmsten“ Klang, dicht gefolgt von Traktor und Virtual DJ, die dafür im Test ein Quentchen mehr Volumen aus dem Controller hervorgezaubert haben. Wir befinden uns aber in jedem Fall in Bereichen der Superlative, wenn wir von der clubtauglichen Klangqualität vom TM4 sprechen. Ich bin in jedem Fall von dem „Power House Interface“ begeistert!

Die Software im Test

Als ein wahrer Tausendsassa präsentiert sich der Terminal Mix 4, denn die Multikompatibiltät macht das aktuelle Flaggschiff von Reloop natürlich für viele Benutzer aus den unterschiedlichsten Lagern interessant.

Serato DJ Intro

Im Testverlauf konnte ich dem TM4 das Prädikat „vollwertiger DJ Scratch Controller“ bereits mehr als einmal bescheinigen; die flachen Jog Wheels mit ihrem einzigartigem Vinylgrip und der äußerst flinke Crossfader mitsamt seiner schnell zu konfigurierenden Crossfader-Kurve bieten selbst hartgesottenen Turntabelisten einen derart hohen, qualitativen Standard, dass auch diese Fraktion einen Blick auf den TM4 werfen sollte. Daher ist es nur logisch, dass eine solche scratchoptimierte Hardware für eine DJ-Software aus dem Hause Serato optimiert ist.

Die Inbetriebnahme läuft DJ Intro-mäßig einfach vonstatten; nach der Installation von der auf der im Lieferumfang enthaltenen Audiotreiber und der Serato DJ Intro-Version ist die Arbeit bereits getan – just Plug ‘n Play. Ein Mapping muss nicht gesondert geladen werden, sondern ist mit der Installation der Software bereits eingebunden.

In der derzeitigen Version von Intro stehen dem TM4 nur zwei Decks zur Verfügung. Ansonsten sind die Loop-Steuerung, 4 Hot-Cues, 4 Trigger Samples, 3 FX Slots, Filter und Equalizer (pro Deck) implementiert. Wirklich hervorragend gelungen ist die Umsetzung von dem Jog Wheel- Verhalten in Serato DJ Intro. Die Übersetzung erfolgt derart direkt und latenzfrei, dass einmal mehr das Gefühl aufkommt, mit Vinyl zu arbeiten – die Serato Wellenformansicht unterstützt dieses Empfinden und vermittelt dem Benutzer die bestmöglichste Übersicht und Taktgenauigkeit. Scratching und Beatjuggling par excellence. Das Arbeiten mit Serato DJ Intro funktioniert in bewährter WYSIWYG-Mentalität; schon nach kürzester Einarbeitungszeit lassen Soft- und Hardware der Kreativität freien Lauf. Serato DJ Intro vermittelt meiner Meinung nach das analogste Feeling der drei zur Auswahl stehenden DJ Programme, denn neben einer klar strukturierten Übersicht erhält man sofort das Gefühl, keinen Controller mehr vor sich positioniert zu haben und das allein ist ein Garant dafür, dass die Integration von Hard- und Software perfekt umgesetzt wurde.

Virtual DJ LE (Reloop Edition)

Um die volle Anzahl der Kanalzüge von dem Controller ausreizen zu können, ist im Lieferumfang eine speziell für den Terminal Mix 4 zugeschnittene Virtual DJ LE Reloop Edition enthalten. Auch hier erfolgt die Inbetriebnahme denkbar einfach; ASIO/Core Treiber und Software installieren, Soundkartentreiber in VDJ auswählen, fertig. Auch Bei Virtual DJ müssen keine Mappings separat geladen werden.

Trotz der Fülle an Funktionen, die mit der Virtual DJ Version abgedeckt werden, bleibt die Übersicht durch ein intelligentes Deckswitching-System innerhalb der Software gewahrt. Die Deckansicht ist jeweils für 1 und 3 sowie 2 und 4 identisch, lediglich die Wellenformen switchen bei entsprechend angewähltem Deck in den Vordergrund. Alle Parametereinstellungen werden beim Umschalten eines Decks „mitgenommen“, ohne dass sich die Anordnung der Potis in der Software verändert - dadurch bleibt die Ordnung stehts gewahrt. Eine optimale Virtual DJ-Lösung, wie ich finde. Mit der funktionellen Wellenformansicht in VDJ hat der Benutzer stets einen guten Überblick über alle 4 Decks innerhalb von einem Layout. Besonders gut hat mir die umfangreiche Loopfunktion gefallen, die ein quantisiertes und manuelles Loopen ermöglicht. Auch eine Faderstart-Funktion wurde implementiert, genauso wie die Kanalzuweisung vom Crossfader. Kombiniert man 4 Decks, Filter, Loop und Effektsektion sinnvoll miteinander, lassen sich problemlos kreative Spannungsverläufe und kleine Livesessions innerhalb kürzester Zeit und völlig intuitiv in die Tat umsetzen.

Traktor 2 Pro

Auch wenn der TM4 aufgrund des hervorragenden Jog Wheel Verhaltens und der extrem tighten Umsetzung in Serato DJ Intro sicherlich zu haptischen Höchstleistungen aufläuft, verdient auch das Traktor Mapping besondere Erwähnung, schließlich ist es den Entwicklern von Reloop gelungen, ein wirklich intelligentes und effektives Mapping für Traktor zu schreiben, dass auch einige positive Überraschungen hinsichtlich der Effektbelegung bereithält. Auf der Reloop Homepage lassen sich sowohl für Traktor Pro 1 als auch Traktor Pro 2 entsprechende Mappings herunterladen. Der TM4 arbeitet mit Traktor in bewährter WYSIWYG-Manie. Das Traktor-Layout wurde weitestgehend eins zu eins auf den Controller adaptiert, um ein effektives und vor allem schnelles Arbeiten mit der DJ Software und dem TM4 zu realisieren.

Im normalen Modus offenbaren die Hot Cue Buttons und die Taster der Sample Bank genau das, was man von ihnen erwartet; während die Cue-Punkte entsprechend mit den Hot Cue Tastern gesetzt werden, können bei der 2 Deck und 2 Sampledeck-Variante mit den Tastern der Sample Bank die einzelnen Samples angetriggert werden. Schaltet man nun in den Slice-Modus um, ist die Performance Sektion vom TM4 aktiviert und offenbart einige FX-Rafinessen. Mittels Cue-Taster 1-4 kann das Audiomaterial effektiv „zerstückelt“ und in 4 verschiedene Slices verpackt werden. Auch die Sample-Bank erfreut sich einer effektiven Doppelbelegung, denn eigens für das TM4-Mapping hat das Reloop Entwicklerteam vordefinierte FX-Presets gebastelt, die im aktivierten Slice-Modus mit den Tastern der Sample-Bank abgefeuert werden können. Während die Taster 1 und 2 mit einen Gater-Effekt belegt sind, verbirgt sich hinter dem Taster 3 eine Effektkette bestehend aus Reverb, Delay und Filter. Der vierte Taster der Sample Bank wurde mit einem ¼ getaktetem Freeze-FX belegt.

Ein äußerst gelungenes Mapping, dass die umfangreichen Funktionalitäten vom TM4 nutzt, um Traktor auf eine intuitive Art und Weise ansteuern zu können.

Pro/Contra

Pro

  • Absolut hochwertige Verarbeitung
  • Große Jog Wheels mit authentischem Vinylgrip
  • Hochauflösender Pitchfader
  • Multikompatibel
  • Intelligentes Traktor Mapping

Contra

  • Serato DJ Intro zur Zeit nur als 2-Deck Variante erhältlich

Fazit

Die Hardware vom TM4 begeistert schon beim Auspacken: Alles an dem Gerät wirkt aus einem Guss, die Bezeichnung Premium Conotroller wird dem TM4 definitiv mehr als gerecht. Die ultraflachen und großen Jog Wheels fühlen sich einfach verdammt gut an und setzen innerhalb von Serato DJ Intro die Steuersignale derart direkt und latenzfrei um, dass man das Gefühl bekommt, vor einem Turntable oder dem Jog Wheel eines Single CD Players zu stehen. Die cluborientierte Anordnung der Mixerbedienelemente erleichtet das kreative Filtern und Equalizing, so dass ohne großartige Einarbeitungszeit effektiv und vor allem produktiv gemixt werden kann. Es macht einfach Spaß an dem Controller zu arbeiten. Der TM4 birgt enormes Suchtpotenzial und lässt so manchen Kontrahenten im Preissegment unter 500 Euro wirklich alt aussehen.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Multikompatibilität von dem TM4. Neben der sehr tight umgesetzten Serato DJ Intro Version befindet sich eine 4 Deck Variante von Virtual DJ LE im Lieferumfang, mit der die 4 Decks voll ausgefahren werden können. Das ist auch der einzige Wermutstropen, denn ein Update auf eine 4 Deck Serato DJ Intro Version stand zum Zeitpunkt von diesem Test noch nicht zur Verfügung.

Auch an die Traktor Fangemeinde wurde gedacht. Das TM4-Mapping ist nicht nur bestmöglich umgesetzt, sondern zeigt sogar einige FX Schmankerl, mit denen Tracks innerhalb der DJ-Software effizient geremixt und neue Spannungsverläufe erzeugt werden können. Der Live-Aspekt kommt bei dem Controller definitiv nicht zu kurz, sei es durch die logische Anordnung der Bedienelemente, als auch der hervorragenden Turntableism-Eigenschaften, über die der TM4 zweifelsohne verfügt. Scratching & Beat Jugglin par Excellence!

Artikelinformationen

Kommentare


the figurehead schrieb am 06.06.2012, 8:48

Leider funktioniert das mapping für traktor bei mir überhaupt nicht. habe schon alles mögliche probiert. Die tastenbelegung bleibt unvollständig oder fehlerhaft. Ansonsten ist das teil ein genuss und ein tolles ``spielzeug``.

Toblip schrieb am 12.06.2012, 13:22

Verglichen mit den Numark N4, wie würdet ihr den Reloop Controller beurteilen? Was ist eurer Meinung nach besser?

Alex

Alex schrieb am 12.06.2012, 14:26

Meiner Meinung nach ist vor allem die Haptik und die Verarbeitungsqualität der einzelnen Bauteile bei dem Terminal Mix bedeutend besser. Die Linefader sind griffiger und der Crossfader wesentlich leichtgängiger. Die Potis sind zudem größer und angenehmer zu fassen. Die Jog Wheels beim Terminal sind schon ziemlich konkurrenzlos: bedeutend flacher, wesentlich hochwertiger und supertight in der Umsetzung. Der N4 ist komplett aus Hartkunststoff gefertigt, während die Metalloberfläche beim TM4 einen robusten Eindruck hinterlässt. Ein Vorteil vom N4 sind zwei analoge Audio-Eingänge (Line/Phono), die bei Bedarf auf die Kanäle geroutet werden können, allerdings ist meiner Meinung nach die Haptik nicht ausreichend, um den Controller als vollwertigen, analogen Mixer in Betracht ziehen zu können.

Alexander schrieb am 13.06.2012, 16:28

Alex, du bist auch supertight wink

Guter Artikel!

Alex

Alex schrieb am 14.06.2012, 7:16

Danke, danke wink

DavidHertz schrieb am 24.06.2012, 21:37

OK,
allgemeine Frage,
Preis ist in dem Fall nicht so wichtig,
reloop TM4
oder
Native Instruments
S4
oder
Allen & Heath
Xone 4D

(OK,der Allen und Heath ist wohl nicht zu schlagen,
aber wie sieht der Vergleich zwischen den beiden
anderen aus, kann ich da eventl. was sparen???)

Gruß,
David

Alex

Alex schrieb am 28.06.2012, 6:43

Hi David,

da hast du alle Flaggschiffe so ziemlich vereint wink  Ich denke, dass es bei diesen Vergleich ganz wichtig ist, was du mit Deinem Set realisieren möchtest. Ok, fangen wir einmal an und nehmen uns die potentiellen Kandidaten der Reihe nach vor. Eine sehr intuitive Bedienung von Traktor bist zweifelsohne mit dem S4 möglich, schließlich wurde das Gerät vom Traktor-Hersteller entwickelt. Mir persönlich gefallen bei dem Gerät lediglich die Line- und Crossfader weniger, Jog Wheels sind gut, evt. ein wenig klein, aber ausreichend. Kleine Abzüge in der B-Note sozusagen. Die 1:1 Umsetzung der Software auf einen Controller ist dagegen definitiv gelungen - anschließen und loslegen.

Möchtest Du dagegen ein deftiges Midi-Setup (a la Richie Hawtin) bewerkstelligen, ist der Xone 4D etwas für Dich; damit lassen sich wirkklich kühnste (Midi)-Phantasien in die Tat umsetzen, benötigt aber einiges an Einarbeitungszeit und muss nicht jedermanns Sache sein - wie gesagt, es kommt darauf an, WAS und WIE Du auflegen möchtest, zumal der Xone nicht wirklich handlich ist und Du Dir die Frage stellen musst: Benötige ich einen vollwertigen, analogen Mixer, wie beim Xone 4D oder langt mir ein Controller?

Kommen wir zum TM4: Umfangreiche Midimappings sind durch die Vielzahl der Potis und Knöpfe auch mit dem Vertreter aus dem Hause Reloop zu realisieren, die Software-Multikompatibilität (Serato Intro, Traktor, VDJ) lässt Dir die Gelegenheit, die passende DJ-Software für Deine Belange herauszupicken, was ich ganz wichtig finde, und die Jog Wheels zählen sicherlich zu den Besten derzeit am Markt, insbesondere die direkte Umsetzung in Serato Intro suggeriert Dir mit der Vinylgrip-Oberfläche, dass Du keinen Controller vor Dir stehen hast, während das Traktor-Mapping einige sehr effektive FX-Belegungen bereithält und sich, ähnlich wie der S4, einfach und intuitiv bedienen lässt. Generell ist die Haptik der Bedienelemente hervorragend gelungen - und das ganze ist auch noch transportabel - und bezahlbar wink

Ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen! Im Zweifelsfall einfach mal bei uns im DJ Store vorbeischauen wink

Schöne Grüße
Alex

DavidHertz schrieb am 28.06.2012, 8:48

Hi Alex,

hm,
habe Gestern mit eurem Shop tele.,
das kam dabei auch raus…

smile

Nun,
direkt mit dem Richi anlegen wollte ich mich eigentlich net,
aber wer weiß???

wink

Ne, jetzt ernsthaft, der Allen und Heath ist mir echt zu teuer!!!

So, zu den beiden anderen Konsolen bin ich jetzt mit meinen Überlegung mal etwas weiter gegangen und “LEIDER” fehlen beim TM4 dann doch einige Feat., wie z.B. der Loop-Rec. und nach dem ich einige Foren durchgesehen habe scheint es auch noch kein wirklich 100%tig funktionierendes Midi-Mapping für den Traktor zu geben, mit dem ich eigentlich schon seit Jahren arbeite.

Also werde ich dann wohl die schlechte Verarbeitung in Kauf nehmen und den S4 kaufen, obwohl mich die allgemeine Kritik an der Verarbeitung echt abschreckt!!!

Andererseits gibts nen Rack dafür, und mann muß ja net beim Fader-schieben übertreiben…

Na ja, und ich finde das Midi-Mapping von Mr.Ean Golden sooo genial, aber ich denke net das det mit dem reloop klappt, oder???

Erstmal nen freundlichen Gruß aus Bielefeld vom
David

Chris schrieb am 28.06.2012, 9:05

Lieber Alex, danke für deinen Artikel, es war sehr informativ!

Am Anfang wollte ich den Traktor Kontrol S4 kaufen jedoch sieht der Reloop TM4 auch serh nice aus.

Nun zu meiner Frage: Welcher Controller wäre besser, ich möchte mit der NI MAschine & einem Stage Piano live einige Sounds und Drums einspielen der rest macht ein dritter über den Controller und spielt restliche Instrumente bzw. die Effekte ein.

Welchen der beiden Controller würdest du empfehlen?

Danke & LG
Chris

DJPhilGood schrieb am 29.06.2012, 13:08

Mal eine Frage, könnte ich ein Kaoss Pad mit diesem Gerät “koppeln” ?
Also ich die Outputsignale vom Terminal mix 4 mit dem Kaoss Pad direkt bearbeiten? wink
Danke.

David Hertz schrieb am 09.07.2012, 7:36

@ Dj Phil Good:
Guckst du mal hier…
wink
http://www.youtube.com/watch?v=WvEys34HPq4

Suche DJ schrieb am 02.08.2012, 7:16

Obwohl Reloop eigentlich nicht zu meinem bevorzugten Hersteller zählt, klingt dieser Controller doch recht interessant. Werde ihn mal live ausprobieren…

Robin schrieb am 07.08.2012, 17:41

Hallo,
ich hab mir vor einem Jahr den mixage gekauft.
Mitlerweile bietet er mir zuwenig,und daher will ich mir einen neuen Controler kaufen.Zu Reloop bin ich nicht abgeneigt im Gegenteil grin
Meine Frage ist ob Jockey 3 ME oder Terminal Mix 4?

Mfg Robin

chris schrieb am 30.09.2012, 20:17

ist die Sync funktion von Serato Dj intro wie die von Itch, also das nicht nur die Bpm’s angeglichen werden sondern auch das synchrone laufen der Tracks?

wie man hier sehen kann:
http://www.youtube.com/watch?v=_P-9ffbfRMw

Frank schrieb am 05.10.2012, 9:14

Hi leute,

mich würde mal interssiern, ob es irgendwo ein mapping für serato scratch live gibt.
habe mir gestern das tm4 gekauft und will gerne mein scratch weiter nutzen.


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