Pioneer stellt den DJM-900nexus vor

 
Pioneer stellt den DJM-900nexus vor

Nachdem Pioneer bereits letzte Woche in einer kleinen Videoankündigung via Youtube auf den Nachfolger des Pioneer DJM-800 aufmerksam machte, wurde der als DJM-900nexus bezeichnete Clubmixer heute offiziell vorgestellt.

Wie bereits letzte Woche vermutet, ist der DJM-900nexus vor allem in der Effekteinheit überarbeitet und mit einem Traktor Scratch Certified Audio Interface ausgestattet. Bei beiden Hauptmerkmalen des DJM-900nexus handelt es sich also um keine wirklich innovativen oder überraschenden Neuheiten, da Konkurrenten wie Korg, Allen & Heath und Denon schon seit langem Mixer mit Traktor Interface anbieten. Ein ander Teil der Features stammt wiederum vom DJM-2000. Der "Aha-Effekt" blieb in dieser Hinsicht also ein wenig aus.

Nichtsdestotrotz handelt es sich bei den neuen Funktionen des DJM-900nexus um sinnige Ergänzungen, die den Club-Alltag vieler DJs erleichtern werden. Und schaut man ins Detail, lassen sich dann doch ein paar wirkliche Neuerungen finden.

Die Neuerungen im Überblick:

Traktor Scratch Pro Interface: Der DJM-900nexus verfügt über ein Traktor Scratch Pro Certified Audio Interface. Um Traktor Scratch Pro mit Time Code-Medien zu steuern, ist somit kein Audio Interface von Native Instruments notwendig. CD-Player oder Plattenspieler bleiben einfach mit dem Mischpult verbunden. Der USB-Port ist sinnigerweise an der Oberseite des Mixers angebracht und garantiert somit den einfachen Anschluss des Laptops. Lästiges Umstecken der Kabel ist damit Vergangenheit.

8-Kanal-Soundkarte und MIDI: Der DJM-900nexus verfügt über eine integrierte 8-Kanal-Soundkarte. Alle Bedienelemente sind MIDI-fähig.

Neue Sound Color FX: Die Sound Color FX-Einheit, die auf jedem der 4-Kanäle unabhängig voneinander in der Intensität geregelt werden kann, wurde überarbeitet. Während Space, Dub Echo, Gate/Comp und Noise hinzugekommen sind, mussten die Effekte Harmonic und Sweep im DJM-900nexus weichen.

Quantisierte Beat FX: Und auch in der Beat FX-Einheit hat sich etwas getan. Die fünf neuen Beat-Effekte(Reverb, Spiral, Slip Roll, Melodic und MIDI LFO) können durch zwei CDJ-900 oder CDJ-2000, die mit dem Mixer per LAN-Kabel verbunden sind, quantisiert werden. Dies setzt auf den Playern Firmware 4.0 voraus. Quantisiert bedeutet hier, dass eure Effekte Tempo- und Beatsynchron laufen.

X-Pad: Das X-Pad ist ein berührungsempfindlicher Streifen, der es ermöglicht, Effekte sehr einfach einzuschalten und zu steuern. Wie das genau funktioniert, kann wohl erst ein Test zeigen. Update: Wie man im offiziellen Pioneer DJM-900nexus Präsentationsvideo sieht, funktioniert das X-Pad sehr ähnlich dem Pad des Korg Kaoss Pads - nur dass das X-Pad, wie der Name schon sagt, über keine Y-Achse verfügt. Der Roll-Loop wird beispielsweise auf dem X-Pad von rechts nach links verkürzt. Ohne das der gelbe "FX On-Button" gedrückt werden muss, wird bei Berührung des X-Pads der Effekt sofort ausgelöst. Die Intensität wird auch hier nach wie vor über den Dry/Wet-Poti gesteuert. Das X-Pad ist somit eine Mischung aus "FX On-Button" und den zwei Pfeiltasten für die Beateinstellung.

CUE Link: CUE Link ist ein zusätzlicher Kanal, um Songs aus Pioneers DJ-Software rekordbox vorzuhören.

Neue EQ Curves: Wie beim DJM-2000 ist der Equalizer des DJM-900nexus von EQ auf Isolator umschaltbar. Der Isolator blendet den Frequenzbereich des jeweiligen Bands komplett aus, sodass bei totaler Linkstellung aller drei EQ-Potis das Signal auf dem jeweiligen Kanal vollständig ausgelöscht wird.

Verbesserte Fader und Fadercaps: Die Fader sollen einen geringeren Verschleiß aufweisen. Zudem wurden die Fadercaps dahingehend überarbeitet, dass ein versehentliches abziehen nicht mehr möglich ist.

On Air Status: Der DJM-900nexus sendet ein Signal an die angeschlossenen DJM-900 oder DJM-2000, die dann je nach geschlossenem(Weiß) oder offenem(Rot) Fader die Farbe des LED-Kranzes auf dem Jog Wheel ändern.

Neue Kanaleingangsschaltung: Die Eingänge jedes Kanals werden nun nicht mehr über Switches ausgewählt, sondern über einen Poti, wie er auch schon beim DJM-1000 zum Einsatz kommt. Es handelt sich dabei allerdings nicht um eine Matrixschaltung, die man beispielsweise an Denon Mixern findet. Somit kann nicht jeder Eingang beliebig auf jeden Kanal geroutet werden.

Der DJM-900nexus ist voraussichtlich ab März erhältlich und kostet 1899 €.

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Kommentare


Julian Dik schrieb am 17.02.2011, 22:10

Da hat Pioneer aber wieder ein schickes Teil auf den Markt gebracht!
Das sieht echt Top aus, aber Pioneer ist ja auch leider für ihre teuren Preise bekannt :(

David Hahn schrieb am 17.02.2011, 22:29

hört sich echt verdammt gut an smile ...,aber Preislich ist es so eine Sache, auch wenn ich die Qualität von Pioneer sehr schätze!

DJ Dosenbier schrieb am 21.02.2011, 17:21

Moin wink

Wann testet ihr denn mal die neuen Pioneer DDJ Controller in eurem Blog?


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