Sinn7 Status 24|96 als Audiozentrale für euer Studio

 
Sinn7 Status 24|96 als Audiozentrale für euer Studio

Der Studioequipmenthersteller Sinn7 hat seine Produktpalette um ein Audio Interface mit Monitor Switch-Funktion erweitert, das im hochwertigen Metallgehäuse daher kommt und seit kurzem bei uns ab Lager lieferbar ist.

Status 24|96 eignet sich hervorragend für kleinere Homestudios - vor allen Dingen wegen der Monitor Switch-Funktion und der vielfältigen Anschlussvielfalt, die man bei anderen Audio Interfaces oftmals vermisst. Wie man das Audio-Interface dabei als "Schaltzentrale" einsetzen kann, möchte ich an einem kleinen Beispiel verdeutlichen.

Als Software beutzte Ich Ableton Live 8. Insgesamt sind vier Audio-Spuren geöffnet.

Ableton Live 8 mit vier Spuren

Mit dem ersten Anschluss ist ein Kondensator-Mic verbunden. In Kanal zwei steckt ein dynamisches Mikrofon. Beide Kanäle haben einen 48V Schalter(Phantomspeisung) - wobei dieser nur bei Kondensatormikrofonen aktiviert werden muss. Kanal drei ist mit einem Plattenspieler belegt, um beispielsweise Samples direkt von Schallplatten in Ableton Live 8 zu digitalisieren. Dies ist mit einer Samplingrate von 96kHz und einer Auflösung von 24bit möglich. Als vierte Spur ist ein CD-Player per Digital-In angeschlossen.

Kanal 1 - 3 lassen sich in der Lautstärke über die dafür vorgesehenen Regler steuern. Die Gesamtlautstärke regelt ihr mit dem Master Poti. An den Master A1 sind per XLR ein Paar aktiver Studio Monitore angeschloßen. Wahlweise lassen sich auch Boxen per Klinke an Master A2 anschließen oder auch per Cinch-Kabel an den Output B, der sich unabhängig von A1/A2 steuern lässt. Beide Master Gains sind zudem noch MIDI-Fähig und können nach Wunsch gemappt werden.

Nun werden die Audiospuren eingestellt:

Ableton Live 8 mit vier Spuren

CH1 --> Audio from Ext. In 1 - Mic 1
CH2 --> Audio from Ext. In 2 - Mic 2
CH3 --> Audio from Ext. In 3/4 - Phono/Line Eingang
CH4 --> Audio from Ext. In 5/6 - Digital Eingang

Bei der Aufnahme habt ihr zwei verschiedene Möglichkeiten vorzuhören. Die Vorhörschaltung wird mit dem Monitor Mix Poti geregelt. Ist der Regler auf "Zero Latency" gestellt, kommt das Signal von der Eingangsquelle direkt auf die Kopfhörer, es wird also direkt durchgeschliffen.

Wechselt ihr in die Playback-Wiedergabe, wird das Signal vorgehört, welches Ableton Live 8 sendet. So kann man das Mischverhältnis von Ableton Live 8 und den direkten Inputs individuell einstellen. Dadurch können Effekte vorgehört und der Mischanteil später in Ableton Live 8 angepasst werden. Diese Funktion auch beim Einsingen sehr praktisch, da der Sänger sich ohne Latenz (Verzögerung) monitoren kann.

Die Besonderheiten von Sinn7 Status 24|96 kurz zusammengefasst

  • Die beiden in der mitte Plazierten Master Regler sind MIDI-Fähig und können frei zugewiesen werden
  • Zero Latency/Playback lässt das Vorhör-Mischverhältnis zwischen Software und direkten Input zu
  • Zwei Kopfhöreranschlüsse mit separaten Lautstärkereglern ermöglichen es dem Künstler und Produzenten getrennt voneinander Vorzuhören

Technische Daten

  • Mac OSX und Windows XP/ Vista/ 7 kompatibel
  • Maße: 250 x 79 x 150 mm
  • Gewicht: 1,74 kg

Die Features

  • 6x6 In/Out Studio Audio-Interface mit hochwertiger 24-Bit / 96 kHz Signalauflösung
  • 2x XLR/6,3mm Mikrofon-Kombianschluss mit zuschaltbarer Phantomspeisung
  • 1x Stereo Cinch (RCA) Input mit GND-Erdungsschraube und Phono/Line-Wahlschalter
  • Digital In/Out
  • flexible Ausgänge: Monitore per XLR, Klinke und Cinch (RCA) anschließbar
  • bis zu 3 Monitorpaare können am Interface angeschlossen und geschaltet werden
  • extra großer Master-Volume Regler mit Monitor-Select Switch und Mute-Schaltung
  • separate Volume-Regler für Monitor-Paare A & B 2
  • Kopfhörer-Anschlüsse mit separaten Lautstärkereglern
  • Monitor Mix-Funktion: Inputs können direkt ohne Latenz abgehört werden; Software-Playback kann abgehört werden oder beide Signale individuell gemischt
  • Monitor Source Funktion: Master Paare A, B oder individuell gemischt können abgehört werden
  • separate gleißend blau-weiße Signal LEDs für alle Ein- und Ausgänge zur direkten, visuellen Überwachung
  • Hi-Speed mit USB 2.0 mit Low Latency ASIO / Core Audio-Treibern

Lieferumfang

Im Lieferumfang ist eine Treiber CD mit den Treibern für Mac OSX und Windows XP/Vista/7 enthalten. Zudem gehört noch das Netzteil und ein USB-Kabel zum Lieferumfang.

Sinn7 Status 24|96 beim Elevator bestellen.

Kommentare


Joe G. schrieb am 28.10.2010, 15:13

Wer ist eigentlich Paul? Gut gemacht!

Klaus L. schrieb am 28.12.2010, 21:53

Kleiner Hinweis: Ein Netzteil ist leider nicht im Lieferumfang enthalten, aber bei Compis mit ‘ner Menge schon vorhandener USB-Geräte auf jeden Fall anzuraten. Mein iMac (27”) machte stromseitig die Grätsche und hat andere Devices abschalten müssen…

Aber ansonsten ist das Ding eine Superkiste, auch was die Qualität des Audio-Interfaces angeht.

Paul schrieb am 31.12.2010, 0:02

Oky, stimmt! Beim testgerät war das Netzteil bei. Haben die Jungs von Sinn scheinbar geändert.

Gruß

Klaus L. schrieb am 31.12.2010, 0:20

Irgendwie müssen die ja auf diesen Preis kommen;-)

PS: 6Volt/1,5Ampere-Netzteil kostet 8 Euronen (oder 20 als Kombi-Netzteil). Ist dann immer noch ein No-Brainer…

Korbinian Walgenbach schrieb am 09.01.2011, 9:42

Hi,

mich würde ein wenig mehr Praxis interessieren - wie sieht es mit Latenz aus? Mal unabhängig davon, dass man latenzfrei mithören kann interessieren mich die ms-Angaben sehr.

Das Teil steht nämlich auf meiner Kaufliste, allerdings möchte ich mir böse Überraschungen sparen, weil die Treiberarchitektur vielleicht nicht sauber programmiert wurde.

Danke vorab!!!

Klaus L. schrieb am 09.01.2011, 12:44

Ich kann das Status nur direkt mit meinen Vorgänger-Interfaces auf meinem iMac QuadCore vergleichen, beide waren Firewire (ein Presonus Inspire und ein TC Electronics Desktop Connect). Das Status kann ich trotz USB mit nochmal 120 Samples weniger ohne Knacken/Rumpeln z.B. in Live fahren, auch bei hoher Last.

Bekomme z.B. in Live bei ca. 100 Samples eine Global-Latenz von 10ms angezeigt, in Cubase 13ms. Insofern ist der Audio-Treiber schon mal gut programmiert, zumindest für dieses Preissegment.

Einziger Wermutstropfen ist/war, dass sich der Treiber mehrfach im CoreAudio-Framework einfach verabschiedet hatte, während ich meine ganzen Audio-Apps darauf umstellen wollte. Nach der Umstellung lief der Treiber aber bis jetzt problemlos.

Korbinian Walgenbach schrieb am 09.01.2011, 13:01

Hallo Klaus,

danke für Dein feedback, jetzt habe ich einen ungefähren Anhaltspunkt.

Ich selber arbeite unter Win7 mit Cubase.

10-13 ms sind aber schon ganz schön viel, wie ich finde. In dem Preissegment tummeln sich auch noch andere interessante Produkte, beispielsweise das Terrasonik Phase X64 USB. Werde mir das jetzt mal genauer ansehen…

Schönen Sonntag noch!!!

Klaus L. schrieb am 09.01.2011, 14:42

Hi Korbinian,

wie gesagt, ich schreibe hier über *Praxis*-Werte auf meinem System in einer nicht kleinen USB-Umgebung, nicht über Prospektangaben;-)

Ich bin mir sogar sicher, dass ich die Latenz noch weiter drücken könnte, aber ich brauche das z.Zt. nicht, also lasse ich es.

Sushimaster schrieb am 14.10.2011, 15:41

Moin,

ich hab das gute Stück bei mir stehen und fasse mal zusammen:

* Netzteil ist NICHT enthalten, und DUMMERWEISE kann man auch kein passendes NT beim Elevator bekommen. Ich finde das ein wenig blamabel ABBERRR:
* Das gute Stück lässt sich bis jetzt ohne jedes Problem am Hub und am direkten USB Port am Mainboard betreiben - wie das bei Laptops aussieht, weiss ich nicht
* Unter Reaper bei mittlerer Last (ca. 50%) läuft der Controller mit ASIO4ALL Treiber stabil bei 128 samples. FL Studio braucht mehr (Der Hersteller empfiehlt für ALLE Soundkarten mind. 448 Samples)
* Den mitgelieferten ASIO Treiber find ich doof, er funktioniert aber smile ASIO4ALL läuft immer reibungslos!
* Das BEAT Magazin hat dem Gerät einen nahezu linearen Frequenzganz bescheinigt!

Bis jetzt hatte ich noch keine Probleme mit dem Ding, und der Preis von 149,—ist ein Killerargument.

Da Elevator und Sinn7 dem gleichen Eigentümer gehören, find ich es aber schon etwas merkwürdig, dass das Gerät hier “getestet” wird. Was würdet ihr denn sagen, wenn BMW sich für seine Karren selber nur Bestnoten geben würde? :D

Aber tatsächlich bin ich recht begeistert, Preis-Leistung stimmt, Qualität auch…

Basti schrieb am 23.11.2011, 15:06

Hey Leute ich hoffe ihr könnt mir helfen, komme mir nämlich schon etwas dämlich vor
Mein Sinn7 Status 24/96 ist gerade gekommen, und das habe ich natürlich direkt per USB angeschlossen und den Treiber erfolgreich installiert. Da ich momentan noch keine Monitorboxen besitze, wollte ich es vorerst nur mit Kopfhörern und meinen “Normalen” Electronic Voice Boxen benutzen. Also das Teil per Chinch auf Klinke kabel mit dem Mac verbunden und die Chinch Stecker in den Input vom Interface gepackt (Hoffe das war nich schon der Fehler, laut sinn7 ist dieser eingang nämlich für Plattenspieler usw. ) Der Chinch Output geht dann in meinen Verstärker, der wiederum natürlich an die Boxen. Kommt nix. Der verstärker zeigt nochnichtmal ein Eingangssignal an. Unter den Systemeinstellungen von Apple steht, sobald ich das Sinn7 als ausgabequelle nutzen möchte, das dieses keine ausgabesteurung hat.
Naja das wars Hoffe ihr habt ne idee….
Mfg

mrSerious schrieb am 11.01.2012, 0:33

Genau das beschriebene Problem von Basti hab ich auch… vllt kann jmd. helfen ?!

Sonst muss ich das Gerät wohl wieder zurück schicken :(

Lg

Jan

vaikl schrieb am 11.01.2012, 0:51

Ähm - das Status muss nicht noch per Cinch/Klinke mit dem Mac oder einem “Interface” verbunden werden. Audio *vom* Rechner wird über den USB-Anschluss übertragen und dann könnt Ihr über die Outs in einen Verstärker oder in Aktivboxen rein. Im AudioMIDI-Setup des Mac wird das Status als Audiointerface angezeigt und - falls ihr Mucke z.B. von iTunes oder Browser hören wollt - man kann durch dessen Auswahl per Rechtsklick dann festlegen, welche Sounds ihr darauf hören wollt.

Audio-Level vom Rechner wird dann auf den beiden rechten Pegelanzeigen angezeigt. Nutzt besser die “echten” Ausgänge, also Klinke oder XLR, notfalls per Adapter.

Für DAW-Recording sind dann die ganzen Eingänge, die aber auch per USB an den Rechner liefern, und die Monitor-Optionen zuständig.

Die Audioein- und ausgänge am Mac/PC haben mit dem Status nix zu tun.

mrSerious schrieb am 11.01.2012, 0:55

Hey,

hab das Gerät über USB an meinem Mac Mini mit OS X Lion. Kann des Sinn auch als Ausgabegerät anwählen, allerdings hab ich über Chinch meinen Verstärker als Output angeschlossen. Also läuft des über den B Kanal, Problem ist das sich in Lion nicht umstellen lässt welche Lautsprecher er als Ausgabe verwenden soll. In den Midi Einstellungen kann ich Out3 und Out4 auswählen, aber wenn ich auf Anwenden drücke stellt er diese auf 1 und 2 zurück, also wieder auf A… gibt es eventuell neuere Treiber, oder kann ich das in Cubase dann evtl. einstellen?

vaikl schrieb am 11.01.2012, 0:59

Ach so - das mit der fehlenden Ausgabesteuerung mittels der Mac-Bordmittel ist schon richtig. Volume und Pegel werden allein am Status selbst oder in der jeweiligen Anwendung (DAW, iTunes) geregelt.

Ein Problem ist allerdings, dass sich der Treiber bei Verwendung anderer Multimedia-Apps wie z.B. VLC oder dem aktuellen QuickTime Player manchmal einfach verabschiedet. Muss man ausprobieren.

mrSerious schrieb am 11.01.2012, 1:03

Ich kann aber die Ausgänge auch nicht in beispielsweise Audacity auswählen… geschweige denn in iTunes, da kannst die Pegel anpassen, aber kein Ausgabegerät auswählen.

vaikl schrieb am 11.01.2012, 1:04

@mrSerious: Die B-Outs lassen sich innerhalb OSX nicht anwählen, diese Funktionalität lässt sich nur innerhalb von DAWs (Cubase, Live etc.) erreichen, da nur dort 6 Ein- und Ausgänge wählbar sind.

Einen neuen Treiber hätte ich auch gern (wg. o.g. Probleme mit anderen Apps), aber meine Mails an den Sinn7-Support sind bislang alle unbeantwortet geblieben.

Schön allerdings, dass der Treiber für meine Hauptanwendungen in DAWs auch unter Lion noch ohne Mucken funzt.

mrSerious schrieb am 11.01.2012, 1:07

Ist dann ja nur noch die Frage wie lange noch, paar MacOS Updates später hast keine Treiber mehr die laufen und keinen Support. Ob der Sinn7 Status dann wirklich die richtige Wahl ist mag ich bezweifeln… Werd ihn wohl morgen wieder verpacken und zurückschicken, das Risiko ist mir einfach zu groß. Scheint von elevator importiert zu werden, dann klatschen die ne Marke drauf und das Produkt wird abgestoßen ohne zukünftigen Support…

vaikl schrieb am 11.01.2012, 1:17

mrserious, Lion hat einige deftige Änderungen in CoreAudio gebracht. Wenn das Status diese abkann, dann “überlebt” es auch noch ein paar Updates. Mein 5 jahre altes Presonus Inspire tut’s übrigens auch noch auf Lion, also keine Panik.

Für mich hat sich die Investition längst rentiert, da ich keine externe, teure Monitoring-Lösung brauche. Also könnte ich im Fall der Fälle auch wieder neu kaufen und die neueren Interfaces haben mittlerweile auch fast alle diese damals noch neuen Features.

vaikl schrieb am 11.01.2012, 1:53

Noch ein kleiner Nachtrag: Es gibt eine Menge Profi-Interfaces, die ihre Routing- und Monitoring-Funktionen komplett in Software ausgelagert haben (M-Audio, Presonus, Motu, Tascam, ESI etc. pp.). Das ist zwar ganz nett, aaaber bei eben solchen OS-Updates auch wieder viel nerviger, wenn die Software dann als App nicht mehr mitspielt.

Insofern ist der “minimalistische” Treiber des Status gar nicht mal so unklug. Just my 2 cents.

RobbyBubble schrieb am 25.09.2012, 17:58

Hey, kann mir jemand aus Erfahrung sagen ob das Ding unter OS Snow Lion läuft und man auch mal neben DAW Nutzung über iTunes Musik genießen kann ?!

THX

Alex

Alex schrieb am 26.09.2012, 9:06

Hallo,

welche OSX-Version (10.X.X) hast du genau?

Grüße, Alex


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