Vorgestellt: Serato Itch 2.0

 
Vorgestellt: Serato Itch 2.0

Seit Montag steht Itch 2.0 offiziell zum Download auf serato.com bereit. Ich hatte mir bereits letzte in der letzten Woche die Itch 2.0 Beta im Zusamenhang mit dem Numark NS6 angeschaut.

Neues Layout

Mit Itch 2.0 gibt es nun die Möglichkeit verschiedene Layouts auszuwählen - so, wie man das bereits von Serato Scratch Live kennt. Hinzugekommen ist zudem noch die Möglichkeit zwischen Tag (Hellgrau) und Nacht(Anthazit) zu wechseln. Serato hat sich dabei natürlich etwas gedacht: So soll im Tagmodus die Reflexion vor allem auf spiegelnden Bildschirmen deutlich reduziert werden.

Einen wesentlichen Vorteil gegenüber Traktor sehe ich vor allem im "Stack Modus", der alle Decks und Waveformen untereinander reiht. So hat man optisch immer im Blick, ob die Track synchron laufen.

Generell wirkt Itch immer noch ein Stück aufgeräumter als Traktor, auch wenn Native Instruments Traktor Pro 2 in der Benutzeroberfläche schon deutlich verbessert hat. Dies zeigt sich in Itch 2.0 z.B. auch im neuen Sample Player, bei dem die angezeigten Schaltflächen komplett angepasst werden können.

Smart Crates

Smart Crates bringt auf schnelle Art und Weise Ordnung in die Musikbibliothek in Form von Listen. Es können manuell und anhand Suchbegriffen Listen erstellt. So können beispielsweise schnell und einfach alle Songs mit Tag "Minimal" in einer Liste zusammengefasst werden.

Sample Decks: SP-6 Plugin

Was der Scratch Live Nutzer schon seit längerem benutzen darf, ist nun auch für den Itch Kontrolleur vorhanden. Die Rede ist von Sample Decks. Das SP-6 Plug In ist 1:1 von Scratch Live übernommen. Jeweils 6 Sample Player stehen auf den insgesamt 4 Sample Banken zur Verfügung. Das macht summa summarum 24 Samples. Klingt viel, ist viel.

Der Sample Player beherrscht drei verschiedene Abspielmodi: Mit "Trigger" wird der Track bei Betätigung der Play-Taste oder des entsprechenden Short Keys wieder von vorne gespielt, ansonsten läuft er einmal durch. Bei "Hold" wird das Sample so lange gespielt wie die Taste gedrückt wird. Und bei "Start Stop" wird der wie bei "Trigger" einmal gespielt, mit dem unterschied dass bei mit drücken der Play-Taste das Sample nicht wieder von vorne gestartet wird.

Die Kontrolle des Sample Players kann derzeit ausschließlich über die Tastatur erfolgen. Eine MIDI-Zuweisung ist zumindest offiziell nicht möglich. Workarounds sind aber möglich. Das ist etwas ernüchternd, denn schließlich kauft man sich keinen Controller, um einen Teil dann doch mit der Tastatur zu steuern. Zumal es auch das Konzept von Itch für mich zu Teilen über Board wirft. Folgte man bei Serato nicht lange Zeit dem Motto, DJ Controller zu entwickeln, die die Möglichkeiten der Software vollständig abbilden? Und nicht andersherum: Ein Software, zu der Controller entwickelt werden, wie es bei Traktor der Fall ist?

Der Sample Player hat für mich einen bedeutenden Nachteil gegenüber dem Sample Player in Traktor 2: Es können keine Samples direkt in der Software aufgenommen werden. In Traktor 2 ist es möglich eine Stelle in einem Track zu loopen und diese anschließend in das Sample Deck zu kopieren. In Itch 2.0 muss man derzeit entweder auf die (kostenlose) Loop Library von Loopmasters zurückgreifen oder im Vorfeld eines Gigs alles zurecht schnippeln. Beispielsweise mit Ableton. Apropropos Ableton, da war doch noch etwas ...

The Bridge?

Auch in Itch 2.0 gibt es noch keine Möglichkeit Itch und Ableton miteinander zu verbinden.

Artikelinformationen

Kommentare


089DJ schrieb am 09.08.2011, 18:06

Was zum Glück bei Traktor funktioniert ist die Verbindung mit Ableton, da kann man einfach eines der 4 Decks auf Ableton Routen, echt genial…

PatrikdeP schrieb am 23.06.2012, 13:26

Inzwischen kann der SP6-Sampler auch über den Controller gesteuert werden mittels Shift+ hot-cue 1-5.
Aber das spontane erstellen eines Samples fehlt.. Ernüchternd :(


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