Aktive Monitorboxen für Studiozwecke haben in den 90er Jahren die passive Alternative zumindest in den Hintergrund rücken lassen. Weniger Eigenklang dank integriertem Verstärker und die direkten Verkabelungsmöglichkeiten an den Klangerzeuger ohne Umwege sind plausible Gründe dafür. Nichtsdestotrotz gestaltet sich die Wahl nach den richtigen Monitoren fast akribischer als die Suche nach dem Heiligen Gral, denn sowohl im Internet als auch in Fachzeitschriften wird der potentielle Käufer von Testberichten und Expertenwissen sprichwörtlich erschlagen. Gerade im unteren Preissegment, also zwischen 200 und 300 Euro Stückpreis, tummeln sich unzählige Hersteller, von “no name” bis renomiert, und über- oder unterbieten sich mit Kennzahlen und Werten. In diesem Preissegment ein harter Konkurrenzkampf ausgebrochen, der zusätzlich die Kaufentscheidung erschwert. Denn die wichtigsten Anforderungen, die gute Monitorboxen heutzutage an den dicht besiedelten Markt mit sich bringen müssen, stehen oftmals nicht auf dem Papier und lassen sich auch nicht ausschließlich anhand von Frequenzbildern festhalten, denn in erster Linie spiegelt sich das persönliche Meinungsbild über ein Monitorpaar am subjektiven Empfinden des jeweiligen Produzenten wider. Aber wie kann das sein, werdet ihr euch fragen, schließlich sollen doch Monitorboxen möglichst linear klingen? Das ist auch richtig, allerdings ist „möglichst linear“ ein weit gesteckter Begriff, denn auch die unterschiedlichen Raumbedingungen sind für eine vernünftige Abhörsituation entscheidend. Ist der Raum wenig oder schlecht isoliert, dann hilft auch keine noch so lineare Klangwiedergabe der Monitore.
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